Viernau Steinbacher Kampfgans trifft Pekingente

Annett Recknagel

250 Tiere waren zur Rassegeflügelschau im Vereinsheim des Viernauer Rassegeflügelzuchtvereins ausgestellt. Die Preisrichter vergaben hohe Noten. Die Zuchtfreunde können auf ihr Hobby stolz sein.

Silvio Henkel öffnete den Käfig und sofort streckte seine Steinbacher Kampfgans den Hals heraus. Sie schmiegte sich an ihn. „Meine Gänse sind handzahm und wissen, wo sie hingehören. Die laufen sogar nach Hause“, berichtete der Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins Viernau und freute sich über die guten Noten, die seine Tiere bekommen haben.

Eine graue Steinbacher Kampfgans wurde mit „hervorragend“ bewertet, ebenso wie eine seiner amerikanischen Pekingenten. Seine Tochter Lisa bekam für eine ihrer wildfarbigen Hochbrutflugenten sogar eine Höchstnote „vorzüglich“. Die Rassegeflügelschau im Viernauer Vereinsheim hatte außer großen Hühnern, Zwerghühnern und Tauben auch Gänse und Enten zu bieten. Neben den Steinbacher Kampfgänsen waren böhmische Gänse von Jürgen Lindner aus Herrenhof ausgestellt.

Außerdem gab es Warzenenten, amerikanische Pekingenten, Cayugaenten, Laufenten, Smaragdenten und Hochbrutflugenten zu sehen. Gemeinsam mit großen Hühnern und Zwerghühnern waren sie in einem Raum ausgestellt. Einen zweiten beanspruchten die Tauben für sich. Insgesamt waren 250 Tiere ausgestellt. Zuchtfreunde aus Wechmar, Rotterode, Breitungen, Rosa, Trusetal, Crock, Queienfeld, Zella-Mehlis, Fambach und Schmalkalden hatten den Weg nach Viernau gefunden. Die Hälfte der ausgestellten Tiere war in den Ställen der Gastgeber groß geworden. Auch befreundete Züchter aus Hessen wurden begrüßt.

Erfolgreichster Züchter aus Viernau

„Wir haben in aller Ruhe schon vor zwei Wochen die Käfige aufgestellt“, berichtete Silvio Henkel. Am Mittwoch der vorigen Woche waren die Tiere eingesetzt worden. Drei Preisrichter walteten ihres Amtes und vergaben insgesamt 13 Mal die Höchstnote „vorzüglich“. Weitere 21 Tiere bekamen das zweit beste Prädikat „hervorragend“.

Der mit Abstand erfolgreichste Zuchtfreund der Schau heißt Roland Marr und kommt aus Viernau. Für Laufenten, Thüringer Barthühner, Thüringer Weißschwänze, Thüringer Schildtauben und Thüringer Schnippen bekam er gleich fünfmal die Bestnote „v“. Zudem kassierte er für Thüringer Barthühner, Thüringer Weißschwänze und Thüringer Schwalben weitere drei „hv“. Auch Heiko Kössel aus Näherstille nahm zweimal „v“ (Zwerg Welsumer, Zwerg New Hampshire) sowie ein „hv“ (Zwerg New-Hampshire) mit nach Hause. Den Kreisverbandsehrenpreis holte sich Cora Jäger aus Näherstille für ihre blau-goldhalsigen Zwerg-Kraienköppe.

Außerdem wurden vier handbemalte Porzellanteller als Erinnerungspreis an Manfred Langhan vergeben. Darüber freuten sich Roland Marr (er bekam zwei), Heiko Kössel und Manfred Haß. Freudig berichtete Silvio Henkel auch vom züchterischen Nachwuchs. In Viernau gibt es eine Jugendgruppe, die mit acht Mitgliedern recht gut bestückt ist. Die Geschwister Amy, Leonie und Vivienne gehören dazu und sind mit großer Begeisterung dabei. Ihre gesamte Familie engagiert sich. Papa Oliver Nußmann ist der stellvertretende Vereinsvorsitzende. Die Familie züchtet Zwerg Barnevaleder und hat 24 Tiere, darunter sechs Hähne, zu Hause.

Insgesamt setzt sich der Rassegeflügelzuchtverein des Steinbach-Hallenberger Ortsteils derzeit aus 26 Mitgliedern zusammen. Günter Schneider ist Ehrenvorsitzender und bildete gemeinsam mit Silvio Henkel und der Jugendgruppe des Vereins die Ausstellungsleitung. Das Vereinsheim befindet sich im Langen Tal in Viernau.

 

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