Am 1. Januar 1951 wurde in der Bundesrepublik Deutschland der Personalausweis eingeführt. Jenes Dokument, mit dem man sich bei Behörden, der Polizei oder anderen Berechtigten identifiziert. Den Ausweis brauchen die Meininger nun, wenn sie am 29. April an der Einwohnerversammlung zum Thema Windenergie in Herpf teilnehmen wollen. Sie müssen sich als Meininger ausweisen. Man mag die Ankündigung mit Kopfschütteln gelesen haben, doch dieses Vorgehen scheint notwendig zu sein. Gerade weil bei derartigen Versammlungen in anderen Orten zuletzt auch mehr Auswärtige kamen, als am Versammlungsort Platz war. Ja, es ist unpopulär, solch eine Entscheidung zu treffen, sich den Ausweis vorzeigen zu lassen. Aber es steht keinem Bürger auf der Stirn geschrieben, dass er Meininger ist. Also warum die Aufregung? Der Ausweis ist zum Ausweisen da. Wenn Plätze im Kulturhaus Herpf frei bleiben, dann hinein mit allen anderen, warum nicht? Weil sie keine Einwohner sind? Das spräche gegen die bisherige Stadtpolitik, die sonst auch über den Stadtrand schauen konnte.
Viele Windräder und ein Hotel Streitbare Stadtpolitik
Erik Hande 17.04.2026 - 11:00 Uhr