Die Mitarbeiter im Forstamt Schmalkalden werden sich in den kommenden Monaten neben den Routinearbeiten auch häufig mit dem Weidwerk beschäftigt sein. Dann werden Treiber und Jäger größere Jagdgesellschaften bilden.
Im Schmalkalder Landeswald werden die großen Herbstjagden angeblasen. Es ist viel Wild vorhanden – und 2026 dürfte das Gewimmel noch zunehmen.
Die Mitarbeiter im Forstamt Schmalkalden werden sich in den kommenden Monaten neben den Routinearbeiten auch häufig mit dem Weidwerk beschäftigt sein. Dann werden Treiber und Jäger größere Jagdgesellschaften bilden.
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Die bisherigen Einzeljagden dürften dann die Ausnahme sein. Aber die haben schon eine ganz ordentliche Beute gebracht und die Wildkammer in der Försterei gefüllt. „Wir haben küchenfertige tiefgefrorene Wildbraten vorrätig. Braten, Keulen und Rücken von Hirsch, Reh und Wildschwein, alles frisch, aus Thüringer Landen. Ebenso Knacker“, sagt Forstamtsleiter Dominik Hessenmöller. „Die Bürger können sich auch schon den Weihnachtsbraten reservieren“.
Elf große Jagden werden von Ende Oktober bis Mitte Januar im Schmalkalder Landesforst organisiert. Das sind recht aufwendig organisierte Veranstaltungen. Schweißhundeführer etwa kommen sogar aus Baden-Württemberg, die Spezialisten mit den unersetzlichen vierbeinigen Jagdhelfern sind gut vernetzt. „Wir werden jedes unserer insgesamt 4000 Hektar großen Waldgebiete, die am Pleß, bei Schwallungen, im Klosterwald, bei Viernau und inzwischen auch bei Bermbach liegen, etwa zweimal durchjagen“, so Hessenmöller. „Nur das kleine Revier am Forstort Glasbach bei Kleinschmalkalden nicht. Dort stauben wir ab, wenn im Umfeld gejagt wird.“ Mit den großen Treiben sollen die Wildbestände reguliert werden, damit der Wald eine Chance hat, hochzukommen. Bei den Wildschweinen geht es auch um Präventionsmaßnahmen wegen der Afrikanische Schweinepest (ASP).
Neben den Menschen mit ihren Gewehren gehen inzwischen auch Beutegreifer auf Pirsch, deren Waffen Zähne und Krallen sind. Luchse und vor allem Wölfe, wieder in der Region heimisch, haben in den vergangen Monaten ordentlich zugelangt. Doch sonderlich dezimiert haben die Raubtiere die Wildpopulationen wahrscheinlich nicht. „Wir gehen von ähnlichen Abschüssen wie im Vorjahr aus. Da verändert sich nicht viel, so unsere Erfahrungen“, so Hessenmöller. „Das wären etwa elf Stück verbeißendes Schalenwild auf 100 Hektar.“ Einschließlich der Wildschweine, die nicht verbeißendes Schalenwild sind, wären es etwa 14 Wildtiere auf 100 Hektar. Die Schwarzkittel richten im Wald keinen Schaden an, wohl aber auf den Feldern. Die sind jetzt fast abgeerntet. Die Sauen werden sich vom Acker machen und in die Forsten ziehen. „Deswegen lohnen sich die großen Jagden erst im Oktober“, so Hessenmöller.
Während kreisweit im Jagdjahr 2024/25 eine Rekordstrecke beim Schwarzwild zusammenkam, ist sie im Schmalkalder Landeswald leicht gesunken. Das wird sich künftig mit einiger Sicherheit ändern. „Wir haben dieses Jahr wieder Vollmast“, so Hessenmöller. „Es gibt gewaltige Mengen an Eicheln, Bucheckern und Kastanien.“ Die Waldfrüchte dienen den Sauen als Nahrung, schmecken ihnen wahrscheinlich noch besser, als der Mais und andere Feldfrüchte. Aber sie munden auch anderen Wildtieren wie dem Rotwild. Der Futtervorrat ist groß. „Das Wild dürfte so bestens über den Winter kommen“, so der Forstamtsleiter. Im Jagdjahr 2026/27 könnten für die Jäger goldene Zeiten anbrechen.