Es ist, bei aller Unschuldsvermutung, in einem Prozess um Organisierte Kriminalität nicht sehr wahrscheinlich, dass die vier Männer, die auf der Anklagebank am Landgericht Meiningen sitzen, während von Drogenhandel im großen Stil gesprochen wird, dort gelandet sind, weil sie Bonbons verkauft haben. Das wissen, darf man annehmen, alle Beteiligten und alle, die mit der Sache befasst sind. Dass die insgesamt sechs Verteidiger dennoch sehr vieles, was ihren Mandanten zum Vorwurf gemacht wird, in Zweifel ziehen, ist erwartbar. Und so kommt es auch, als am vierten Verhandlungstag mit der Befragung des leitenden Ermittlers in der Sache, einem Beamten des Landeskriminalamts (LKA) Thüringen, begonnen wird.