VfB Suhl Und jetzt der Angriff auf die Tabellenspitze

Im Auswärtsspiel beim MTV Stuttgart könnten die Volleyballerinnen nach ganz oben stürmen.

Vor den gewaltigen Angriffen von Suhls Monika Brancuska zittern auch die Stuttgarterinnen. Foto: Bastian Frank

Der wilde Ritt geht weiter: Nach dem nervenaufreibenden Achtelfinaleinzug im CEV-Pokal bei Dinamo Bukarest geht es für Volleyball-Bundesligist VfB Suhl Lotto Thüringen munter weiter. „Wir holen jetzt tief Luft und bereiten uns auf die nächsten Herausforderungen vor“, sagte Cheftrainer Laszlo Hollosy.

Nach der Werbung weiterlesen

Diese Herausforderungen, Neudeutsch auch Challenges genannt, beginnen bereits an diesem Freitag, wenn Hollosys Mannschaft ab 19.30 Uhr beim mehrmaligen deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart antritt. Die Mannschaft von Konstantin Bitter weist bisher eine blütenweiße Weste auf, hat in der Bundesliga in sechs Spielen die makellose Bilanz von 18 Punkten und 18:0 Sätzen stehen, bisher also weder ein Match noch einen Satz abgegeben.

Ähnlich wie bei den Suhlerinnen wird auch in Stuttgart der Teamgeist groß geschrieben und ist laut Bitters Aussage einer der Garanten, dass es derzeit wieder so gut läuft. Libera Yurika Bamba, in Suhl keine Unbekannte, hat den Rücktritt von Roosa Koskelo fast vergessen lassen. Eleanor Holthaus, ein Jahr beim VfB unter Vertrag, ist Co-Kapitänin bei den Schwäbinnen. Die frischesten Erinnerungen verbinden die VfB-Anhänger aber mit Julia de Paula – sie war zuletzt zu einer Stippvisite in der Wolfsgrube, ihrem ehemaligen Arbeitsplatz, als die Suhlerinnen gegen Wiesbaden gewannen.

Neben einem Spitzenspiel ist das Duell MTV Stuttgart gegen VfB auch ein Spiel der effizientesten Teams der Liga. Diese im Volleyball eminent wichtige Statistik führt Stuttgart mit einem Wert von 36,4 Prozent an, gleich dahinter folgt schon der VfB Suhl (30,0).

Mit einem Sieg in Stuttgart könnte der VfB Suhl die Tabellenführung übernehmen und dem MTV nach einem ruhigen November mit Spielen gegen leichtere Gegner, Liga-Aufsteiger oder Pokal-Underdogs wie Erfurt, Waldgirmes, Flacht und zuletzt Stralsund – zumindest den Dezember-Start verderben.