VfB schlägt den VCW Hartes Stück Arbeit

Der VfB Suhl schlägt den VC Wiesbaden mit 3:1. Es ist der zweite Saisonsieg der Thüringerinnen im dritten Spiel des Volleyball-Bundesligisten.

Ja, dieser Tiebreak-Sieg gegen den Dresdner SC vom vergangenen Samstag war schön für den VfB Suhl. Dennoch, sollte er nachhaltig sein, musste für den Volleyball-Bundesligisten im zweiten von drei Spielen binnen einer Woche nun auch ein Erfolg gegen den 1. VC Wiesbaden her. Nicht nur, um die stark verbesserungswürdige Leistung vom Auftaktspiel in Stuttgart endgültig vergessen zu machen, sondern hauptsächlich um Schwung für das Pokal-Achtelfinale am Samstag zu holen.

Geht es nach dem reinen Ergebnis dieses Spiels vom Mittwochabend –, dann sind die Suhlerinnen für Pokalgegner USC Münster gerüstet, gewannen sie doch mit 3:1 (29:31, 25:21, 25:22, 25:22).

Die spannende und weitestgehend ausgeglichene Partie war auch live bei Sport1 zu sehen – diesmal mit der Premiere des Suhler Ex-Hallensprechers Ulf Greiser als Kommentator an der Seite von Suhls Ex-Kapitänin Claudia Steger. Wer allerdings trotz der Verlockungen des Free-TVs den Weg in die Wolfsgrube gefunden hatte, der sollte nicht enttäuscht werden. Es wurde ein Spiel, das im ersten Satz lange nach einer Blaupause vom Dresden-Spiel aussah. Wieder führten die Gäste, aber wieder war es Suhls Mittelblockerin Roosa Laakkonen, die den VfB bei der Aufholjagd anführte.

Spannung fast durchgehend

Diesmal ließen die Gastgeberinnen ihren Gegner, der bisher zwei Niederlagen einstecken musste, aber wieder herankommen. So wurde aus einem 20:16-Vorsprung für den VfB zwar ein 21:17 und ein 24:20, all das sollte aber nicht zum Satzgewinn reichen. Sieben Satzbälle hatten sie bereits vergeben, ehe, ja ehe Wiesbaden das Kommando übernahm und nun seinerseits den berühmten Sack zumachte. Nach einer finalen Satzphase, in der die Matchbälle hin- und her gewandert waren. In einem Satz, dessen Verlust aus VfB-Sicht unnötig war, absolut unnötig.

Die Wiesbadenerinnen, die auch die beiden ehemaligen Suhler Spielerinnen Rene Sain als Libera und Annick Meijers im Außenangriff in ihren Reihen haben, zeigten sich weiterhin nicht wirklich beeindruckt. Kamen immer wieder heran, ließen den VfB nie weit enteilen. Damit war im zweiten Satz aber Schluss, als der VfB auf 10:6 und 17:10 enteilte. Libera Yurika Bamba hatte dafür allerdings mehrmals das Spielfeld mit ihren Füßen ausmessen müssen – stark. Suhl ließ Wiesbaden abermals rankommen (19:17), aber Laakkonen setzte zumindest diesem VCW-Treiben abermals ein Ende. Doch Achtung, nicht einschlafen bitte, der VCW konnte zum 21:21 ausgleichen, ausgerechnet durch Annick Meijers. Sollte die sich kurz darauf anschließende 23:21-Führung reichen? Sollte sie.

Und weiter ging sie, die wilde Fahrt, Satz Nummer drei. Dreimal dürfen Sie raten, wer den Satzball für die Suhlerinnen verwandelte. Genau, Roosa Laakkonen. Sie hatte zuvor bereits mehrmals im Block geglänzt und ihr Team mit ihrer ruhigen, aber bestimmten und positiven Art mitgerissen. Eine Finnin macht Spaß in Suhl. Danach machte eine Französin Spaß, und zwar Juliette Fidon-Lebleu, die ihr Team nach langem Kampf und noch längerem Krampf endlich auf die Siegerstraße abbiegen ließ. 22:22, 23:22, 24:22 und 25:22. An allen diesen Punkten war Suhls neue Außenangreiferin direkt oder indirekt beteiligt und vermied den Tiebreak.

Suhl: Startformation: Harbin, Laakkonen, Hodanova, Delic, Fidon-Lebleu, Jaksetic; Bamba (Libera); eingewechselt: Brown – Zuschauer: 515

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