Die Erfahrung, schon lange vor dem Anpfiff wieder zurückzureisen, ist für einige Fans nicht neu: Vor rund einem Jahr brachen viele VfB-Anhänger ihre Reise zum Spiel bei Roter Stern Belgrad an der serbischen Grenze ab. Auch damals kritisierte Wehrle den dortigen Einsatz von Sicherheitsorganen scharf.
UEFA-Präsident Ceferin hatte sich eigentlich klar geäußert
Städte, Provinzen oder Präfekturen scheinen sich immer häufiger nicht in der Lage zu sehen, internationale Partien ohne Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Fans oder sogar dem kompletten Verbot von Anhängern durchzuführen. "Wir haben 489 Tickets bekommen. Wenn man das nicht managen kann, da mache ich echt viele Fragezeichen", sagte Wehrle.
Ähnlich hatte sich auch schon Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche nach dem jüngsten Spiel der Eintracht in Neapel geäußert. "Wenn du nicht in der Lage bist als Veranstalter oder als Club, ein Spiel stattfinden zu lassen, bei dem du Gästefans und Heimfans am Spiel teilnehmen lassen kannst, dann muss man ehrlicherweise sagen, dann dürfen sie an dem Wettbewerb nicht teilnehmen", sagte er.
Einen Antrag auf Verlegung der brisanten Partie an einen neutralen Ort hatte die UEFA damals nach Angaben des Bundesligisten abgelehnt. Nachdem 2023 beim Duell der beiden Clubs in Italien schon keine Gäste-Tickets an Eintracht-Fans verkauft worden waren, hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin eigentlich im ZDF angekündigt: "Wir müssen sagen, wenn so etwas passiert, wird dort nicht gespielt."