Veste Heldburg Wer wird Wirt auf der Veste?

Der Gastronomiebau, eine leichte Holzkonstruktion, soll voraussichtlich Ende Juli fertig gestellt werden. Foto: /Bastian Frank

Der Gastronomiebau auf der Veste Heldburg soll Ende Juli fertiggestellt werden. Dann könnte die Einrichtung theoretisch öffnen. Bislang fehlt aber ein Pächter.

Die Veste Heldburg ist ein beliebtes Ausflugsziel. Doch bislang fehlt der „Fränkischen Leuchte“, die einen weiten Blick ins Umland bietet und seit 2016 das Burgenmuseum beherbergt, eine gastronomische Einrichtung. Das haben Gäste immer wieder bemängelt. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, in deren Hand sich das historische Bauwerk befindet, und die Stadt Heldburg als Bauherr haben darauf reagiert und 2019 gemeinsam ein Projekt wieder angestoßen: den Neubau einer Gastronomie auf dem Gewölbe des einstigen Küchenbaus.

„Im Oktober 2020 legten Heldburgs Bürgermeister Christopher Other (CDU) und Franz Nagel von der Stiftung den Grundstein. Nach einigen Verzögerungen wegen verschiedener Einflussfaktoren in der Corona-Pandemie soll der eingeschossige Bau, eine leichte, vorgefertigte Holzkonstruktion mit großen Fensterreihen, umgehend fertig gestellt werden. „Wir sind in den letzten Zügen“, sagte Other am Dienstagabend in der Sitzung des Stadtrates und nannte auch ein ungefähres Datum. „Voraussichtlich ist es Ende Juli soweit. Der aktuelle Baufortschritt wird aber durch Lieferschwierigkeiten behindert.“

Nach Fertigstellung sollte die Einrichtung „möglichst schnell öffnen“, sagte Christopher Other. Doch bislang fehlt ein Pächter für die Gastronomie. „Da laufen erfreulicher Weise wieder Gespräche“, sagte der Bürgermeister, der trotz nach wie vor guter Dinge ist, die Angelegenheit alsbald „zu einem guten Abschluss zu bringen“.

50 Personen sollen im Gastronomiebau Platz finden, zusätzliche Sitzmöglichkeiten sind auf der Freiterrasse vorgesehen. Der Bau ist barrierefrei über eine Rampen- und Treppenanlage erreichbar, ebenso verfügt das künftige Restaurant über eine behindertengerechte Toilette. Die Planer legten großen Wert darauf, Eingriffe in die vorhandene Denkmalsubstanz zu vermeiden und die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen. Deshalb verzichteten sie auf den Ausbau der Kellerräume, um den Schutz dort lebender Fledermäuse zu gewährleisten. Zu Lagerzwecken wird in einen der beiden Keller eine Box eingestellt, die den Lebensraum der Tiere nicht beeinträchtigt.

Die Kosten für den Gastronomiebau liegen bei rund einer Million Euro, die vom Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum und der Thüringer Staatskanzlei getragen werden. Dazu kommen circa 200 000 Euro Planungskosten, welche die Stiftung aufgewendet hat.

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