Der Reinigungstrupp ist im Endspurt. Teppiche werden gesaugt, Flure gewischt. Über zwei Wochen hatten die Mitarbeiter zu tun, um das Hotel „Sächsischer Hof“ wieder strahlen zu lassen und vom Staub der vergangenen mehr als zwei Jahre zu befreien. So lange schon ist das erste Haus am Platz geschlossen. Nach der coronabedingten Auszeit waren die Lichter eigentlich nie wieder richtig angegangen – sehr zum Verdruss von Bürgermeister Fabian Giesder. Das Haus mit seinen 40 Zimmern fehlte spürbar, das Staatstheater Meiningen etwa bekam dadurch Absagen von ganzen Besuchergruppen von auswärts. „Eine Katastrophe“ nannte Giesder diesen unbefriedigenden Zustand einmal, der sich äußerst negativ auf das Stadtimage auswirkte.