Ilmenau/Geraberg/Arnstadt - An der Tür der Geratal Apotheke in Geraberg weist am Dienstag ein Aushang darauf hin, dass die FFP2-Masken momentan noch nicht vorrätig sind. „Wir haben ausreichend Masken bestellt für unsere anspruchsberechtigten Kunden ab 60 Jahre und die chronisch Kranken, aber wir sind noch nicht beliefert worden“, sagt der Inhaber der Apotheke, Eberhard Gruner. Die Nachfrage sei sehr groß und überwiegend reagierten die Kunden verständnisvoll, dass sie am Dienstag noch keine Masken mitnehmen konnten. Während jeder anspruchsberechtigte Kunde von sofort an drei Masken kostenfrei erhalte, würden vom kommenden Januar an diese Personen je zwei Coupons per Post zugesandt bekommen für jeweils noch einmal sechs Masken. Pro Sechserpack sei dann ein Eigenanteil zu leisten. Derzeit könne man nicht verhindern, dass sich anspruchsberechtigte Kunden in mehreren Apotheken die kostenfreien Masken beschaffen, sagt Gruner. Und genau hier sieht er in der Aktion auch einen Schwachpunkt. Er ist der Meinung, dass die Verteilung der FFP2-Masken generell über Coupons hätte laufen müssen, um zu verhindern, dass sich manch einer mehrfach bedient. Er meint, es sei ein Schnellschuss seitens der Politik gewesen, denn nun erreiche man genau das Gegenteil von dem, was man erreichen wollte: Es gebe Menschenansammlungen, weil die Menschen Schlange stehen. Dabei wollte man überflüssige Kontakte vermeiden.
Verteil-Aktion Ausgabe der FFP2-Masken läuft mitunter schleppend an
Anke Kruse 15.12.2020 - 18:49 Uhr