Das Nass von oben bis in den August hinein hat nicht nur all jene genervt, die Urlaub hatten. Noch mehr traf es die Landwirte. Regen fast täglich machte in Südthüringen die Ernte unmöglich. Jetzt hoffen die Bauern auf ein paar halbwegs sonnige Tage, um vorwärts zu kommen. Das Getreide ist reif und muss endlich runter vom Halm. „Wir haben mittlerweile August und hatten bisher gerade mal fünf Tage, an denen wir dreschen konnten“, sagt Kai Zerrenner, Chef der Agrargenossenschaft Schalkau (Kreis Sonneberg). Und das ist wahrlich nicht viel. Die Wintergerste ist unter Dach und Fach, der Raps zu drei Vierteln. Doch Weizen, Dinkel und Sommergerste stehen noch komplett draußen. „Wir brauchen noch zehn Tage zum Dreschen und werden voll durchziehen, wenn das Wetter passt.“ Dabei weiß man, dass selbst dann nicht alles gut sein wird. „Teilweise sind die Ähren beim Weizen ziemlich schwarz“, sagt der Agrarchef. Die Nässe hat den Pilzbefall befördert. „Die Qualität hat gelitten.“