Kaum ein Thema wird in der Stadt so heiß und kontrovers diskutiert wie Tempolimits und Reduzierung von Fahrspuren auf den Hauptverkehrsstraßen. Viele Suhler Autofahrer mögen sich nach dem Motto „Freie Fahrt für freie Bürger“ nur schwer von den zu Bezirksstadtzeiten für 56 000 Einwohner ausgelegten breiten Magistralen durch die Stadt trennen. Doch die Stadt ist seither dramatisch auf 36 000 Einwohner geschrumpft; mit Inbetriebnahme der Autobahnen ging auch das Fahrzeugaufkommen auf den Durchgangsstraßen stark zurück. Gleichzeitig steigen die Unterhaltungskosten der Straßen. „So stellt sich nicht nur die Frage: ,Wie viel Straße braucht Suhl?’, sondern eben auch ,Wie viel Straße kann sich Suhl leisten?’“, sagt Andreas Volkhardt.