Mit der Erfassung der Verkehrsströme am Bahnhof hat die Stadt Meiningen das Büro „yverkehrsplanung“ aus Weimar beauftragt. Bei der Umgestaltung des Areals zwischen Marien- und Bella-Aul-Straße zum modernen Knoten für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) braucht es Daten, um den künftigen Verkehr effizient lenken zu können. Schließlich wird mit dem Bau des neuen Busbahnhofes, eines Einkaufsmarkts und zahlreichen Parkplätzen eine stärkere, andere Frequentierung der Straßen, Rad- und Gehwege einhergehen. Emanuel Selz vom beauftragten Planungsbüro erläuterte in der Sitzung des Bauausschusses die Unterschiede zwischen einer Verkehrslenkung – wie sie zurzeit für den Bahnhof erarbeitet wird – und einem Verkehrsmodell am Beispiel der Stadt Weimar. Er zeigte auf, wie anhand eines solchen Verkehrsmodells Ableitungen für bestimmte Situationen erfolgen können. „Das Modell ist aber kein Verkehrskonzept“, sagte der Planer aus Weimar vorab. Vielmehr würde ein Abbild der derzeitigen Verkehrsströme und Nutzungen entstehen, aus denen dann Ableitungen für bestimmte andere Szenarien möglich werden. Zum Beispiel, welche Auswirkung eine längerfristige Baustelle auf die Auslastung anderer Straßen hat, ob und in welchen Zeiträumen es dann zu Behinderungen auf Umleitungen kommen könnte. Daraus ließen sich dann andere Maßnahmen ergreifen, um Engstellen im Verkehrsfluss zu vermeiden. Doch es gibt noch viele andere Szenarien, bei denen solch ein Verkehrsmodell das Erstellen von Konzepten erleichtert. Das betrifft neben der Planung von Baustellen Konzepte und Fahrpläne des ÖPNV, Bebauungspläne, Schall- oder Luftschadstoff-Untersuchungen und anderes mehr.
Verkehr in Meiningen Modell soll bei Planungen helfen
Erik Hande 09.10.2025 - 09:08 Uhr