Im Zuge des Nahost-Konfliktes könnten Donohoe zufolge zudem bis zu 15 Millionen Jobs verloren gehen. "Jeder Tag, an dem der Konflikt andauert, bringt uns näher an das obere Ende unserer Schadensprognosen", sagte er.
Donohoe: Vor der Inflation ist nach der Inflation
Die Schwellen- und Entwicklungsländer müssten sich auf einen zusätzlichen Inflationsschock von bis zu knapp vier Prozent einstellen. Viele Länder, die sich erst vom vergangenen Inflationsanstieg erholt hatten, seien nun erneut mit einer drastischen Teuerungsrate konfrontiert, sagte Donohoe. Grund dafür ist die anziehende Inflation infolge der Sperre der Straße von Hormus, die einen Einbruch des Rohstoffangebots zur Folge hat.
Kurzfristig sei die Weltbank in der Lage, betroffenen Regierungen mit 20 bis 25 Milliarden US-Dollar unter die Arme zu greifen, sagte der frühere irische Finanzminister. Die Mittel zur Stabilisierung von Haushalten und Sicherung der Grundversorgung müssten dafür aus anderen Investments umverteilt werden.