"Meine Kollegen in der iranischen Delegation brachten zukunftsorientierte Initiativen vor, doch letztendlich gelang es der Gegenseite nicht, in dieser Verhandlungsrunde das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen", schrieb Ghalibaf auf der Plattform X.
Nach Angaben des Sprechers des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, waren die USA und der Iran sich trotz einer Einigung in einer Reihe von Fragen in zwei zentralen Punkten uneinig. Um welche Themen es sich handelte, sagte er dem Staatssender Irib nicht.
Straße von Hormus ein Knackpunkt
Zuvor hatte Baghai auf der Plattform X geschrieben, es sei bei den Gesprächen um die Straße von Hormus, die Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges gegangen. Zu verhindern, dass der Iran jemals eine Atombombe entwickeln kann, sowie die Öffnung der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus sind zentrale Anliegen der USA.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums schloss weitere Verhandlungen mit den USA nicht aus. Auf die Frage einer Reporterin, ob die Diplomatie beendet oder noch im Gange sei, sagte er: "Es hört nie auf. Diplomatie ist stets ein Instrument zur Sicherung und Wahrung nationaler Interessen, und Diplomaten müssen ihre Pflichten unter allen Umständen erfüllen, sei es in Kriegs- oder in Friedenszeiten."
Vance: Iran akzeptiert Bedingungen der USA nicht
US-Vizepräsident Vance sagte, nach 21 Stunden habe sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren. Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen. Vance sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren.
Am 28. Februar hatten die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen. Die iranischen Streitkräfte reagierten mit Raketenbeschuss und attackierten nicht nur Ziele in Israel, sondern in der ganzen Golfregion. Der Konflikt weitete sich damit zu einem regionalen Krieg aus.