Die Staatsanwaltschaften in Thüringen ächzen unter einer Arbeitsbelastung, die es so in den vergangenen Jahren noch nie gegeben hat: Wie aus dem aktuellen Rechtspflegebericht des Freistaats hervorgeht, waren dort zuletzt so viele Verfahren neu eingegangen wie seit Mitte der 2000er Jahre nicht mehr. Hinzu kommt: Viele Stellen in den Strafverfolgungsbehörden sind nicht besetzt. Dieses Missverhältnis führt nicht nur dazu, dass die Belastung der Staatsanwälte sowie der übrigen Beschäftigten ungemein hoch ist. Es führt auch dazu, dass es oft sehr lange dauert, bis Ermittlungsverfahren abgeschlossen werden, was unter anderem für diejenigen, die Opfer von Straftaten geworden sind, eine große Belastung bedeutet. Dass sich diese Situation in den nächsten Jahren ändern wird, ist eher unwahrscheinlich, immerhin steht die Thüringer Justiz vor einer gewaltigen Pensionierungswelle.
Verfahren immer länger Justiz ächzt unter Überlastung
Sebastian Haak 21.10.2025 - 16:29 Uhr