Debatte über Sicherheit in Innenstädten
Zugleich hat die Stadt angekündigt, die Sicherheitsvorkehrungen in der Innenstadt zu überprüfen. Der Tatverdächtige konnte offenbar über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren, ohne auf Hindernisse wie Poller zu treffen.
Jung warnte jedoch vor vorschnellen Schlüssen: "Wir dürfen auch nicht unsere Innenstädte als Festungen ausbauen." Es brauche eine Balance zwischen Sicherheit und Freiheit im öffentlichen Raum. Absolute Sicherheit werde es nicht geben, zugleich müsse alles Menschenmögliche getan werden, um die Bevölkerung zu schützen.
Auch bundesweit wird über Konsequenzen diskutiert. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund teilte mit, dass sich solche Taten trotz Sicherheitskonzepten nie vollständig verhindern ließen. Städte dürften nicht zu abgeschotteten Räumen werden.
Ministerpräsident Kretschmer warnte vor falschen Erwartungen an absolute Sicherheit. "Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz", sagte er. Polizei und Kommunen täten bereits viel. "Es hätte jede andere Stelle sein können. Das ist eben auch eine bittere Erkenntnis."
Der Sächsische Landtag will sich ebenfalls mit der Amokfahrt befassen. Dazu kommt am Freitag der Innenausschuss zu einer nicht öffentlichen Sondersitzung zusammen.
Die betroffene Einkaufsstraße in der Leipziger Innenstadt wurde inzwischen wieder für Passanten freigegeben. Die meisten Geschäfte entlang der Straße blieben jedoch vorerst geschlossen.