Reformer in Deutschland mit erstem Jahr nicht zufrieden
Für seine klaren Worte gegen den US-Präsidenten bekam Leo international viel Lob. Andererseits sind gerade in Deutschland viele enttäuscht darüber, dass er bei innerkirchlichen Themen wie der Ernennung von Frauen zur Diakonin - ein Amt, das in der römisch-katholischen Kirche wie das Priestertum bislang ausschließlich Männern vorbehalten ist - auf die Bremse tritt. Mit Segnungsfeiern für schwule Paare, wie sie in Deutschland mehrere Bistümer praktizieren, erklärte er sich auf dem Heimflug von einer langen Afrika-Reise "nicht einverstanden".
Im Laufe des Jahres will Leo noch nach Südamerika reisen, auch in seine zweite Heimat Peru. In die USA, so hat er es wissen lassen, will er nicht. Trumps Einladung, bei den großen Feiern zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli dabei zu sein, schlug er aus. Stattdessen fährt der Papst an diesem Tag auf die Mittelmeer-Insel Lampedusa, wie es auch schon sein Vorgänger Franziskus gemacht hatte. Dorthin, wo es keinen Präsidenten gibt, aber Flüchtlinge.