Vandalismus? Felsbrocken in Wasserfallgraben lösen Stau aus

Thomas Heigl
 Quelle: Unbekannt

Der Zulauf zum Trusetaler Wasserfall ist in den vergangenen Wochen mindestens zweimal blockiert worden. Nun wird gerätselt, ob es sich einfach nur um Lausbubenstreiche, eine Kraftprobe oder bewusste Sabotage handelt.

Der Trusetaler Wasserfall bezieht sein Wasser aus der Truse, die an der „Zentrale“ abgezweigt wird. Es fließt dann durch den Wiesengrund und rauscht schließlich in die Tiefe. Entlang dem gut  drei Kilometer langen Kunstgraben hat es immer wieder mal Havarien gegeben, etwa durch umgefallene Bäume nach Stürmen. Oder Austrittsstellen, an denen Wasser wegsickerte.

Dass wieder etwas passiert sein musste, war Mitarbeitern den Bauhofs Brotterode-Trusetal am 23. Juli, einem Sonnabend, aufgefallen. Es kam noch einmal weniger Wasser an, als es selbst in der aktuellen Trockenperiode üblich ist. Die Männer sind dann der Sache auf den Grund gegangen und haben von Menschenhand errichtete Stauanlagen gefunden. „Da haben Unbekannte irgendwo Steine rausgebrochen oder aufgesammelt und im Graben zu Wällen aufgeschichtet“, sagte ein Bauhofmitarbeiter der Lokalredaktion. „Mittelgroße Steine, aber auch große, vielleicht so 30 Kilo schwer. Die schleppt man nicht so einfach weg, da braucht man schon Kraft“. Die Barrieren haben dem Wasserfall nicht nur sein berauschendes Element genommen. Ausspülungen mit allen möglichen Folgen und Kosten wären die Konsequenz gewesen. So konnten die Steine  rechtzeitig beiseite geschafft werden. „Doch eine Woche später, am 30. Juli, hatten wir erstaunlicherweise dasselbe Problem“, so der Bauhofmann. „Und wir haben schnell reagiert.“ Am ersten Augustwochenende ergaben die Kontrollen: Alles in Ordnung.

Wer, Warum?: In der Stadt weiß man nicht so recht, wie man die Blockaden einordnen soll. Möglicherweise Einheimische, die sich an irgendetwas stören, sich über irgendwas geärgert haben, den Tourismus lahmlegen wollen, mal schauen wollten, was passiert. Oder eben Besucher – kein Verdachtsmuster passt.  „Wir haben keine Anhaltspunkte“, sagte Bürgermeister Kay Goßmann, der in dieser Zeit  im Urlaub weilte.  Einfach nur Vandalismus ist es wohl nicht. Dazu sei der Aufwand  zu hoch, das Heranschaffen der Steine ist eine Plagerei.

 

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