Vachwerk Vacha Anlage defekt – Abgas dringt in Halle

  Foto: Heiko Matz

Aktuell wird das Vachwerk in Vacha provisorisch beheizt. Der Stadtrat stellt Geld für die Reparatur bereit.

Kurzfristig war auf die Tagesordnung der Vachaer Stadtratssitzung ein Beschluss über eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 17 000 Euro gesetzt worden. Das Geld wird für die Reparatur der Heizung im Vachwerk gebraucht. Dass diese defekt ist, sei erst bei den Karnevals-Vorbereitungen für die Prinzenkürung festgestellt worden, informierte Bürgermeister Martin Müller (CDU).

Das Vachwerk wird seit fast 30 Jahren über eine Lüftungsanlage beheizt. Die Luft wird durch einen Wärmetauscher und einen Ölbrenner erwärmt. Dieser Wärmetauscher sei gerissen und somit undicht. „Die Anlage funktioniert zwar, aber es kommt Abgasluft mit in die Lüftungsanlage rein und strömt dann ins Vachwerk“, sagte Martin Müller. „Und das Landratsamt hat die Anlage stillgelegt. Das heißt, die ist momentan nicht mehr zu betreiben.“ Ein Austausch des defekten Geräts sei dringend nötig.

Eine Gebäudetechnik-Firma aus Vacha habe den Schaden bereits begutachtet und ein Angebot unterbreitet. Es wäre gut, wenn der Auftrag umgehend vergeben werden könnte, so der Bürgermeister: „Die nächsten Veranstaltungen stehen vor der Haustür und wir wollen, dass es so schnell wie möglich wieder funktioniert.“

Der CCV habe die Halle zum Karnevalsauftakt provisorisch beheizt mit Heizgebläsen, „viel improvisiert, dass es funktioniert“. Und auch die nächsten Termine, die jetzt im Vachwerk anstünden – das Fiddler’s-Green-Konzert am Freitag, 25. November, und eine Veranstaltung des Kindergartens –, seien erst mal abgesichert über diese Heizgebläse. „Das geht, wenn’s nicht gar zu kalt wird. Aber eine Dauerlösung ist es natürlich nicht“, sagte Martin Müller.

Das sahen alle Stadträte so. Nur über die Vorgehensweise war man sich nicht so recht einig. Er finde das Angebot viel zu teuer, sagte Michael Wolf (CDU-Fraktion). Gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Heizung schon ziemlich alt ist. Daraufhin entstand eine Diskussion, in der alternative Lösungen vorgeschlagen wurden, aber auch die Frage aufkam, ob es nicht sinnvoller wäre, in eine langfristige Lösung zu investieren.

Peter Hildebrandt (Fraktion Freie Liste Oechsetal und SPD) schlug letztlich vor, den genannten Betrag freizugeben – die Verwaltung aber gleichzeitig zu beauftragen, noch einmal zu prüfen, ob es für den Moment nicht doch eine günstigere Variante gibt, und darüber auch mit der Firma, die das Angebot gemacht hat, zu sprechen. „Sollte dann kurzfristig etwas geschehen, müssten wir eventuell noch mal im Hauptausschuss zusammenkommen, um irgendwelche Sachverhalte in dieser Richtung zu beschließen“, sagte Peter Hildebrandt.

Dem stimmten sowohl der Bürgermeister als auch alle Stadträte zu – und die außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 17 000 Euro wurde einstimmig beschlossen.

Autor

 

Bilder