Vacha/Geisa Jugendaustausch mit Kroatien

Heiko Matz (43)

Seit Jahren organisiert die Caritas alljährlich einen Austausch zwischen jungen Leuten aus Vacha und Geisa und Vukovar. Dabei sind feste Freundschaften entstanden – und aktuell sind wieder 22 Jugendliche aus der Region zu Besuch in der kroatischen Grenzstadt.

Martin Müller und Martin Henkel (von rechts) verabschiedeten die Jugendlichen vor ihrer Abfahrt in Vacha. Foto: /Stadtverwaltung Vacha

22 Jugendliche aus der Region Geisa und Vacha sind derzeit im Rahmen eines Jugendaustauschs zu Besuch in der kroatischen Grenzstadt Vukovar.

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Zum Start der Reise am frühen Sonntagmorgen waren auch Vachas Bürgermeister Martin Müller und der Landtagsabgeordnete Martin Henkel (beide CDU) anwesend, um die jungen Leute zu verabschieden und Präsente für die kroatischen Gastgeber mit auf die Reise zu schicken.

An Bord des Busses waren zudem eine Vielzahl von Hilfsgütern für die Sozialstation der Caritas. Während des Balkankrieges kam es in Vukovar, nahe der serbischen und der bosnischen Grenze, zu erheblichen Zerstörungen und unendlichem Leid. Noch heute sind die Folgen des Krieges vielerorts zu spüren und zu sehen. Auf Initiative des damaligen Geschäftsführers der regionalen Caritas, Klaus Tiller aus Geisa, wurden bereits während des Krieges erste Hilfslieferungen von Geisa nach Osijek und Vukovar organisiert. Auf kroatischer Seite wurde und wird die Hilfe durch Franziskanermönche organisiert.

Über die Jahre sind feste Freundschaften entstanden und es findet ein jährlicher Jugendaustausch statt.

„Ich halte es für ausgesprochen wichtig, dass unsere Jugendlichen erfahren, wie schnell – selbst in Europa – ein scheinbar friedliches Zusammenleben in rohe Gewalt umschlagen kann, und dass diese Erfahrung ihnen hilft, für ihre Zukunft kluge Entscheidungen zu treffen. Ganz herzlichen Dank an Daniela Tischendorf und das Team des Caritasverbands Fulda-Geisa“, sagte Martin Henkel. Bürgermeister Müller berichtete: „Ich war im vergangenen Jahr selbst in Vukovar und konnte aus erster Hand den Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg aber auch die nach wie vor vorhandenen Schäden und die teilweise Armut erleben.“ Die Hilfe der Caritas sei wichtig für die Menschen vor Ort. „Unsere Jugendlichen erleben dort tiefgreifende Erfahrungen, die ihr Leben prägen werden“, sagte Martin Müller