Bei einer Senatsanhörung war die 54-Jährige zuletzt ins Kreuzverhör zu Todesfällen bei Einsätzen der Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden und zu den Taktiken ihres Ministeriums genommen worden. Die Einsätze hatten zu landesweiten Protesten geführt. Kritiker werfen der Regierung unter Noem vor, dabei Bürgerrechte zu verletzen. Noch im Januar hatte sich Trump hinter sie gestellt.
In der Folge entbrannte ein Haushaltsstreit über Kurs und Finanzierung der Einwanderungspolitik, der bis heute nicht gelöst ist. Das Heimatschutzministerium ist seit etwa drei Wochen ohne frisches Geld, weil sich Republikaner und Demokraten in der Frage noch immer nicht einigen konnten.
Millionenschwere Kampagne führte zu Kritik
Noem war bei der Anhörung auch gefragt worden, ob sie ihre früheren Äußerungen revidieren wolle, wonach die getöteten US-Bürger als "Terroristen im Inland" zu betrachten seien. Die Beschreibung war im Nachhinein durch Videomaterial und Berichte stark infrage gestellt worden. Noem erklärte, sie habe sich auf Aussagen von Einsatzkräften vor Ort verlassen und weigerte sich ausdrücklich, ihre Äußerungen zurückzunehmen oder sich zu entschuldigen.
Zum Verhängnis wurde Noem aber vor allem auch eine millionenschwere Werbekampagne zur Abschreckung illegaler Migration. Ein republikanischer Senator merkte an, die Kampagne wäre eher zur Selbstvermarktung als zur effektiven Durchsetzung genutzt worden. Noem entgegnete, das Budget dafür sei von Trump abgesegnet worden.
Daraufhin sagte der Senator, das könne er sich nicht vorstellen, denn das bringe Trump in eine "äußerst unangenehme Lage". Trump selbst sagte im Anschluss, er habe nicht zugestimmt. Insgesamt zeigte die Anhörung, dass Sorgen über Noems Führungsverhalten mittlerweile parteiübergreifend sind.