Es ist kurz vor 23 Uhr, als Urban Priol die Bühne verlässt. Womöglich hätte er noch weiter geredet, gescherzt, gestikuliert, gewütet – wäre sein alkoholfreies Weißbier nicht brühwarm geworden. So etwas bringt selbst abgebrühte Künstler an den Rand des Zumutbaren. Also wagt der Mann auf der Bühne des Simson-Saals im CCS nach seinem fast dreistündigen Monolog den Abgang. Raus aus dem schlecht belüfteten Saal ins Foyer, wo er nicht nur fleißig Autogramme schreibt , sondern sich Zeit nimmt, mit den Leuten zu reden, ihnen zuzuhören – oder halt einfach mal dem Suhler Volk aufs Maul zu schauen.