Dieser letzte Freitag im Juni 2024 wird nicht nur den Gerthäusern noch lange im Kopf bleiben, sondern auch der bulgarischen Familie Jordanow. Die Familienmitglieder waren gerade in der Küche und der von ihr gepachteten Gaststätte zugange, als das Wasser angeschossen kam: Eine Wasserhose hatte sich entladen und Unmengen des nassen Elements strömten über die Ufer der Herpf und damit mitten durchs Dorf. Das Gemeindehaus, in dem neben Wohnungen auch die von der Kommune vermietete Gaststätte „Aladin“ ihren Platz hat, stand im Nu unter Wasser – es lag mitten im „Epizentrum“ in der Schafhäuser Straße. 40 Zentimeter hoch stand die Brühe in den Gasträumen und in der Küche – da half nur noch, sich schnell in Sicherheit zu bringen. Die Feuerwehr (wir berichteten), der Bauhof, die Anwohner und auch Jordanows hatten an diesem und den darauffolgenden Tagen mit jeder Menge Aufräumarbeiten und Reparaturen sowie Ersatzbeschaffungen zu tun. In der Pizzeria waren unter anderem die Kühlgeräte ein Totalausfall und mussten schnellstmöglich ersetzt werden. „Gut, dass wir heimische Firmen haben, die sofort halfen“, blickt Rhönblick-Bürgermeister Christoph Friedrich zurück, der selbst in Gerthausen wohnt. Auch weitere Küchengeräte in der Pizzeria fielen dem Wasser zum Opfer, die Wände waren nass und schmutzig.