Unwetter Hagelschlag und Flut in Hermannsfeld

Eine braune Flut ergoss sich am späten Freitagnachmittag durch den Rhönblick-Ortsteil Hermannsfeld. Große Hagelkörner prasselten auf das Dorf nieder. Größere Schäden blieben zum Glück aber aus.

Es war später Samstagvormittag, als der Hermannsfelder Ortsteil-Bürgermeister Volker Pittorf melden konnte, dass der Rhönblick-Ort von den Spuren des Unwetters befreit ist. „Dank vieler Helfer sind alle Spuren beseitigt“, sagte er gegenüber Meininger Tageblatt. „Die Schäden hielten und halten sich zum Glück in Grenzen“, bilanzierte er. Doch das hätte wohl ganz anders ausgesehen, wenn das Unwetter nicht schon nach recht kurzer Zeit an Kraft und somit auch an Schrecken verloren hätte.

Gegen 17 Uhr waren am Freitagnachmittag über der Region dunkle Wolken aufgezogen. Blitz und Donner und starker Regen folgten kurz darauf. Während das in weiten Teilen keine dramatischen Folgen hatte, sahen sich die Hermannsfelder mit einer braunen Flut konfrontiert, die sich aus Richtung Henneberg vom Dachsberg her durch ihr Dorf Bahn suchte. Der Starkregen spülte von den nahen Feldern nicht nur Erde ab, die das Wasser braun färbte, sondern riss auch Stroh mit. Das wiederum verstopfte schnell die wichtigen Straßeneinläufe. Die Wassermassen konnten so noch schlechter ablaufen. Für das erste Haus im Ost hatte das Folgen: Nach Angaben von Volker Pittdorf stand das Gebäude rasch eineinhalb bis zwei Zentimeter unter Wasser.

Doch die Hermannsfelder reagierten schnell. Neben gut 30 Kameraden der Rhönblick-Feuerwehr, unter anderem auch aus Stedtlingen und Bettenhausen, sowie vier Bauhof-Mitarbeitern packten die Anwohner tatkräftig mit zu. Von den Straßeneinläufen wurde das Stroh entfernt, die Deckel abgenommen und die verstopften Fangeimer herausgenommen. So konnte das Wasser wieder besser ablaufen. Per Radlader des Rhönblick-Bauhofs wurde gleich alles eingesammelt. Auch die Rhönblick-Kehrmaschine kam zum Einsatz.

Schon am Freitagabend war daher klar, dass der Ortsteil mit einem blauen Auge davongekommen ist. Am Samstagvormittag rückten dann erneut fünf Helfer von Feuerwehr und Bauhof an, um auch noch die restlichen Spuren zu beseitigen. „Hermannsfeld ist wieder sauber“, konnte Volker Pittorf daher mitteilen und noch einmal ausdrücklich allen Helfern danken.

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