Unterwegs an Himmelfahrt Ein Tag, wie er nicht nur Männern gefällt

Himmelfahrt. Vatertag. Oder einfach nur ein freier Tag. Wie die Leute den Feiertag auch betrachten mögen, sie nutzen ihn vor allem dafür, um mit der Familie, mit Freunden und Kumpels draußen in der Natur unterwegs zu sein, die Einkehr in die Hütten und Bauden ohne Einschränkungen zu genießen und um sich auch mal zwei, drei Bierchen mehr zu genehmigen, als an einem gewöhnlichen Donnerstag.

Himmelfahrt. Und wieder sind Männer in Familie oder mit ihren Freunden unterwegs in der Natur unterwegs. Sie genießen die Einkehr in die Hütten und Bauden, die endlich wieder ohne Einschränkungen möglich ist und genehmigen sich auch mal zwei, drei Bierchen mehr, als an einem gewöhnlichen Donnerstag. Was Wunder, dass der Wald einen unglaublichen Zulauf erlebt. Egal, ob das auf den Wegen hinauf zum Zella-Mehliser Schneidersgrund ist, zum Stachelsrain, zum Geisenhimmel oder zur Schäferbaude.

Auch am Suhler Rimbachbrunnen gibt es ein buntes Stelldichein aus Wanderern, Radfahrern und auch motorisierten Ausflüglern. Hier genießen auch Gisela und Andreas Weller gemeinsam mit Brigitte und Peter Lampert die herrliche Aussicht nach Goldlauter-Heidersbach, nachdem sie der Döllberghütte einen Besuch abgestattet haben. Währenddessen rollen Regina und Matthias Hübner auf ihren Fahrrädern den Stieg um Ringberghotel hinauf. Sie wollen noch zur Döllberghütte, zum Adlersberg und vielleicht auch noch zum Bahnhof Rennsteig. „Die Ausflüge in unsere herrliche Gegend sind immer wieder schön. Und wir sind froh über jede freie Zeit, die wir dazu nutzen können, mit dem Rad, den Nordic Walking-Stöcken oder im Winter auch mit den Skiern unterwegs zu sein“, sagt Regina Hübner.

Der Parkplatz an der Wegscheide ist bestens belegt. Zur Überraschung vieler Wanderer und Fahrradfahrer hat sich hier Nicole Zschemisch, die die Firma TortenTuning in Suhl und jetzt auch in Gotha betreibt, mit ihrem Food-Truck postiert. Der Truck ist gut bestückt mit Akkus, die mit Sonnenenergie gespeist wurden und Nicole Zschemisch autonomes Arbeiten ermöglicht. Wenn das Geschäft an der Wegscheide ruhiger wird, zieht sie Richtung Ottilienkapelle um. Wenn etwas von dem Eis übrig bleibt, dann fährt sie wie immer donnerstags in das Zella-Mehliser Kinder- und Jugenddorf Regenbogen, wo ihre Ware, die zu Spenden wird, reißenden Absatz finden. Das sei doch besser, als alles wegzuwerfen, was aus den Automaten raus muss. „Mein Mann geht heute Wandern. Da arbeite ich doch lieber“, sagt die junge Frau lachend und reicht den nächsten Kunden Softeis über die Theke. Für die dahinter stehenden darf es ein Stück Kuchen sein, dann ist Slush-Eis gefragt. Auch die Männer, die an Himmelfahrt eher auf Bier und vielleicht auch auf ein Schnäpschen abonniert sind, lassen sich gern zu einem Eis verführen. „Das ist doch mal eine gute Idee“, freut sich auch Christian Möller, der mit seinen Freunden, die alle in Suhl beheimatet sind, unterwegs ist. Mit ihnen trifft er sich immer am Himmelfahrtstag - ein schöner Grund für ein Wiedersehen, nachdem es die Männer in alle Himmelsrichtungen verstreut hat. So ist Mario Götz in Leipzig gelandet, Michael Arm in Erfurt und Christian Möller in Ingolstadt. Johannes Uske ist nach Stationen in England, Argentinien und Spanien nun wieder zu Hause in Suhl angekommen. Auch die Jungs vom Schmiedefelder Fußballverein kommen nicht an dem Wagen voller Leckereien vorbei. Dann gibt es eben eine süße Pause für die jungen Männer, ehe sie weiterziehen zu einer Baude, in der sie sich mit etwas Deftigem stärken wollen.

Der Himmel hält die Schleusen weitgehend geschlossen und die Männer genießen den Tag, so wie es ihnen gefällt. Schade nur, dass manch einer Natur und Geld nicht so zu schätzen weiß. Später am Tag säumen wieder so viele Bierflaschen die Wege, dass eine Sammelaktion ein schönes Taschengeld bringen würde.

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