Was denkt der Hund darüber?
Demnach ließ sich die emotionale Bindung zum Hund durch eine Verlängerung der Spielzeit verbessern. Bei den beiden anderen Gruppen zeigte sich keine Veränderung. „Die Studie zeigt vor allem, wie die Besitzer die Beziehung erleben, und kann nicht viel über die Erfahrungen der Hunde aussagen“, geben die Forscher dabei zu bedenken.
Die Besitzer in der Spielgruppe hätten aber berichtet, dass ihre Hunde eine positivere Einstellung zu ihren Besitzern zu entwickeln schienen und selbst mehr Initiative zum Spielen ergriffen. Frühere Studien hätten zudem ebenfalls gezeigt, dass Hunde sich besser fühlen, wenn sie spielen und Zeit mit ihren Besitzern verbringen dürfen.
Lebenslanges Spiel ist seltene Eigenheit – außer bei Hunden
Viele Tiere spielen vor allem in ihrer Kindheit gern und ausgiebig. Dabei werden später benötigte Bewegungsabläufe – etwa für die Jagd oder den Kampf mit Artgenossen – geschult. Soziale Interaktionen und Hierarchien werden erlernt, auch Balz- und Paarungsverhalten können spielerisch erprobt werden. Nur bei wenigen Tiergruppen wie Primaten und Delfinen spielen auch die erwachsenen Gruppenmitglieder noch oft.
„Hunde zeigen zwar individuelle Unterschiede in ihrer Verspieltheit, unterscheiden sich aber von den meisten anderen Arten dadurch, dass sie ihr ganzes Leben lang bereitwillig mit Menschen spielen“, heißt es in der Studie.
Vermutet werde, dass die lebenslange Verspieltheit eine aus der Domestizierung hervorgegangene Anpassung ist, die dazu dient, die emotionale Bindung zum Menschen zu stärken.