Unternehmen Belegschaft von Insolvenz überrascht

Völlig überraschend kam der Insolvenzantrag für die Beschäftigten in Hildburghausen. Foto: dpa

47 Mitarbeiter der ETI DE GmbH in Hildburghausen sind von der Insolvenz des Unternehmens betroffen. Die Nachricht habe sie aus heiterem Himmel getroffen, berichtet die Gewerkschaft.

Hildburghausen - Die ETI DE GmbH ist insolvent. Diese Nachricht hat die 47 Beschäftigten des Unternehmens nach Angaben von Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl/Sonneberg, jetzt völlig überraschend erreicht. ETI DE mit Sitz in Kleinkahl im Landkreis Aschaffenburg, ist laut Steinhäuser eine Tochterfirma der weltweit agierenden slowenischen ETI-Gruppe. Im Werk in Hildburghausen werden Sicherungseinsätze, Leitungsschutz- oder FI-Schalter und anderes Material für Elektroinstallationen produziert. Von den insgesamt 55 Beschäftigten der ETI DE arbeiten 47 in Hildburghausen.

„Völlig überraschend teilte der Geschäftsführer jetzt im Werk mit, dass am 19. November 2020 die Insolvenz über das Vermögen der ETI DE am Insolvenzgericht in Aschaffenburg beantragt wurde. Weder Betriebsrat noch Belegschaft wurden im Vorfeld informiert“, berichtet Steinhäuser. Löhne und Gehälter seien für November problemlos ausgezahlt worden. Auch in den vergangenen Monaten habe nichts auf eine Insolvenz hingedeutet. So gab es keine Kurzarbeit, durchgängig genug zu tun und keine Lohnrückstände. Nach Aussage des Geschäftsführers sei der Betrieb auch ins neue Jahr hinein mit Aufträgen ausgelastet. „Gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Beschäftigten beginnt jetzt das Ringen um den Erhalt der Arbeitsplätze“, kündigte Thomas Steinhäuser an. jol

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