Untermerzbach - Spätestens im Februar und März beginnt für Weinbauern mit dem Winterschnitt die wichtigste Arbeit bei der Weinstockpflege. Dabei wird die Grundlage für ein geregeltes Wachstum und ordentlichen Fruchtertrag gelegt. Ob Flachbogen-, Rundbogen- oder Kordon-Erziehung: Die Untermerzbacher, die sich der Idee "Merzbacher Tafelglück" verschrieben haben, machten sich nun fit. An zwei Vormittagen erklärte Wilhelm Greiff, der die Aktion 2014 initiiert und zusammen mit dem ehemaligen Vorstand Norbert Scheichenost über den ortsansässigen Gartenbauverein etabliert hat, den richtigen Rückschnitt. Dabei wurden Augen gezählt, fleißig die Scheren und einmal sogar die Säge angesetzt sowie rege diskutiert. Vor allem aber wurde die Angst vor einem zu radikalen Rückschnitt genommen. "Das Wetter für den Winterschnitt ist im Moment ideal", erklärte Wilhelm Greiff, "weil es morgens für die Reben nicht zu kalt ist und einem tagsüber die Hände nicht abfrieren." Ein späterer Rebschnitt berge die Gefahr des Ausblutens, da dann der Saft bereits in die Triebe gestiegen ist. Aus den Rutenresten fertigte Hanne Lieb, zweite Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Landespflege Untermerzbach, während des Kurses im Handumdrehen dekorative Bündel und Kränze.