Das vom bisherigen Dorfladen-Betreiber vorgeschlagene Konzept scheint sich nicht verwirklichen zu lassen – schon weil die nötige Investition von rund 60 000 Euro für jeden, der den Laden weiterbetreiben will, ein zu großes Risiko wäre. Doch der Eindruck, dass es nun still geworden wäre um den Laden, der täuscht, wie auf der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich wurde. Jede Woche habe es ein oder zwei Gespräche mit Interessenten gegeben, informierte Bürgermeister Michael Trampler. Dabei wurden auch andere Objekte mit einbezogen: das inzwischen leer stehende Firmengebäude von Wehry-Druck, die ebenfalls leer stehenden Räume der ehemaligen Filiale der Rhön-Rennsteig-Sparkasse und die ehemaligen Zahnarztpraxis. Würden gerade die letzten beiden Objekte für einen Dorfladen genutzt werden können, wäre das für die Gemeinde ein doppelter Gewinn. Zum einen hätte der Ort wieder einen Dorflade, zum anderen die Mieteinnahmen, die der Gemeinde seit langer Zeit in ihrem eigenen Gebäude verloren gegangen sind. Doch dem einen Anbieter waren die Räume (bei Wehry) zu groß, die anderen zu klein. Bei dem einen scheiterte es am fehlenden barrierefreien Zugang. Ein anderer, der einen Dorfladen gern betreiben würde, sagt, er finde keine Arbeitskräfte dafür. „Wir bleiben am Ball“, versprach der Bürgermeister. „Noch geben wir die Hoffnung nicht auf.“