Unsichere Zeiten: Fünf Tipps für eine sichere Baufinanzierung

Das Eigenheim – immer noch realisierbar. Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall/akz-i

akz-i  Der Traum vom eigenen Haus – platzt er angesichts steigender Zinsen und teurer Immobilien? Ralf Oberländer, Finanzierungsexperte bei Schwäbisch Hall, weiß, wie sich böses Erwachen vermeiden lässt.

1. Finanzieller Rahmen: Der Ausgangspunkt für alle, die bauen oder kaufen wollen, ist der Kassensturz. Regelmäßige Einnahmen (Haushaltsnetto, Kindergeld, Nebenverdienste) werden den Ausgaben für Miet- und Mietnebenkosten, Lebenshaltung oder Freizeitaktivitäten gegenübergestellt. Als Faustformel dafür gilt: Das Monatsnetto mal 100 ergibt den maximalen Kreditbetrag. Oberländer rät: „Die Ausgaben stets so kalkulieren, dass sie auch unvorhergesehene Kosten wie eine Autoreparatur auffangen können.”

2. Eigenkapital: Für die Baufinanzierung ist es das A und O. Das Eigenkapital (Bargeld, Ersparnisse, Wertpapiere) ist entscheidend für die Kreditkonditionen. Es gilt: Je mehr Eigenkapital, desto besser die Konditionen. „Das Eigenkapital sollte die Nebenkosten von meist 10 bis 15 Prozent abdecken, ideal sind 20 Prozent”, sagt der Finanzexperte. Aus der Eigenkapitalsumme berechnet zum Beispiel der Mietrechner der Bausparkasse Schwäbisch Hall, wie viel die Immobilie ungefähr kosten darf.

3. Zinsbindung: Trotz steigender Zinsen lohnt sich eine Zinsbindung von etwa 15 bis 20 Jahren. Denn: „Eine längere Zinsbindung bring oft attraktive Konditionen mit sich. Parallel kann ein Bausparvertrag vor bösen Überraschungen bei der Anschlussfinanzierung schützen”, verrät Oberländer. Das mögliche Zinsänderungsrisiko lässt sich mit dem Zinsrechner ermitteln.

4. Tilgung: Die Tilgungsrate (also der Anteil der Rate, der die Kreditschuld abbezahlt) wirkt sich direkt auf die Kosten aus: Eine (zu) niedrige Tilgung verlängert die Laufzeit und macht den Kredit teurer. Eine (zu) hohe Tilgung engt das verfügbare monatliche Einkommen stark ein. Schwäbisch Hall-Experte Oberländer rät: „Zwei bis drei Prozent Tilgung im Jahr sind sinnvoll. Zusätzliche Flexibilität schaffen vertraglich vereinbarte Sondertilgungsmöglichkeiten. Wer sie nutzen kann, spart Kreditkosten.“

5. Staatliche Förderungen: Rund 2.000 Förderprogramme erleichtern die Immobilienfinanzierung. Neben der bundesweiten Eigenheimrente und den KfW-Zuschüssen gibt es zahlreiche Förderung von Ländern und Kommunen. „Welche Zulagen wo und für wen drin sind, weiß der Förderrechner – oder der Finanzberater vor Ort”, so Oberländer.

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