Was Thomas Richter in seiner Werkstatt so alles zusammenwerkelt? „Alles, was sich drechseln lässt!“, sagt er. Holzverkleidete Kullis, Holzeier, Honigheber – Der Kreativität des Zella-Mehlisers sind kaum Grenzen gesetzt. Vor einigen Jahren kam ihm die ungewöhnliche Idee, ein beliebtes Gadget für den Frühstückstisch aus Holz nachzubauen – den Eierschalensollbruchstellenverursacher. Das Gerät, mit dem sich gekochte Eier sauber köpfen lassen, hatte er einmal in der Schweiz gesehen, wo es ursprünglich erfunden wurde. „Ich habe gedacht: Wieso sollte man das nicht auch aus Holz machen können?“, erzählt er. Schließlich ist der Aufbau des Kücherhelfers im Grunde simpel. Es besteht aus einem konischen Hütchen für das Ei, daran ein Stab, auf dem ein kleines Gewicht nach unten gleitet. Es schlägt auf das Hütchen und damit auch die Eierschale auf. Ein bisschen getüftelt und siehe da: Das klappt auch aus Holz. Wie Thomas Richter das macht, dabei lässt er sich auch mal über die Schulter schauen. Denn er stellt möglicherweise die einzigen Eierschalensollbruchstellenverursacher der Welt aus Holz her. Eine kurze Internetrecherche liefert jedenfalls nichts Vergleichbares.