Bekanntlich wählen viele die AfD oder gar Nazis auch deshalb, um es den so genannten „Systemparteien“ mal zu zeigen. Aber was tun, wenn nur SPD und CDU zur Auswahl stehen wie bei der Schmalkalden-Meininger Landratswahl? Oder nur CDU und Linke, wie bei der OB-Wahl in Suhl? Wenn weder Peggy Greiser noch Ralf Liebaug, noch André Knapp noch Steffen Hartwig gefallen? Auch da ließen diesmal viele Wähler per Stimmzettel ihren Frust raus – indem sie ihn einfach nicht ausfüllten oder anderweitig ungültig machten. 4,2 Prozent der OB-Stimmzettel in Suhl und sogar 5,8 Prozent bei der Landratswahl in Schmalkalden-Meiningen waren auf die eine oder andere Weise ungültig und kamen damit nicht in die Wertung. In Dillstädt bei Suhl und in Rosa in der Vorderrhön waren es sogar mehr als 10 Prozent Mit 13,6 Prozent gab es den höchsten Anteil ungültiger Stimmzetteln in Ritschenhausen südlich von Meiningen. Viele, aber nicht alle Orte mit sehr hohen Ungültig-Anteilen wählten bei den Gemeinderats- und Kreistagswahlen zugleich überdurchschnittlich häufig AfD.