Umweltbildung Pflanzaktionen liegen im Trend

Baumpflanzaktionen sind angesagt: Am Mittwoch pflanzten Weidenschüler 250 Bäume in Viernau und zu einer Aktion in Oberhof war der Nachwuchs des Steinbach-Hallenberger Ski-Club stark vertreten.

Steinbach-Hallenberg - Mit Sorge läuft Forstamtsleiter Dominik Hessenmöller durch das Rosental bei Viernau. An fast allen Bäumen im Fichten- und Kiefernbestand hat sich Rotwild mit Schälschäden verewigt, dazu kommt der Käferbefall der vergangenen Jahre.

Baumpflanzaktionen mit Schülern, Lehrern und Eltern, wie am Mittwoch im Viernauer Revier, sind da eine willkommene Hilfe beim Waldumbau und gleichzeitig eine praxisnahe Umweltbildung für den Nachwuchs. Diesmal sind es Dritt- und Viertklässler der Schmalkalder Weidenschule, die ins Rosental gekommen waren, um 250 Bäume zu pflanzen. Douglasien, Tannen und Lärchen sollen künftig hier wachsen und zwischen den Kiefern und Fichten für mehr Artenreichtum sorgen. Der Baumpflanztag passe gut in das Konzept der Einrichtung, in dem ohnehin jede Woche ein Praxistag für die Schüler vorgesehen sei, erklärt Schulleiterin Christine Pietzsch. Dominik Hessenmöller ist extra vor Ort gekommen, um sich bei Kindern und Lehrern sowie bei Putzteufel-Chef, Egon Eckhardt, zu bedanken. Er und die Weidenschule hatten nämlich gemeinsam auch die Finanzierung der Setzlinge übernommen.

Für das Schmalkalder Forstamt war es die vierte Pflanzaktion in diesem Jahr, drei davon fanden im Viernauer Revier statt. Auch der Bergwaldprojekt-Verein als neuer Waldbesitzer in der Region hatte vor zwei Wochen erstmals zur Pflanzaktion aufgerufen. Um die 100 Freiwillige waren dazu nach Altersbach gekommen, die gut 3000 Laubbäume in die Erde brachten.

Auch im Nachbarforstamt Oberhof war die Resonanz kürzlich enorm. Erstmals hatten sich mehr als 200 Freiwillige aller Altersklassen für die Aktion angemeldet. Darunter ein gehöriger Anteil aus dem Haseltal, denn der Ski-Club Steinbach-Hallenberg hatte die Eltern und Nachwuchsathleten zum Mitmachen aufgerufen. Der Oberhofer Forstamtsleiter Bernd Wilhelm zählte am Treffpunkt, dem Parkplatz Schneekopf, damit gut doppelt so viele Teilnehmer, als im Vorjahr. Rund 1200 Weißtannen wurden eingepflanzt. Wilhelm vermutet, dass die Klimakonferenz in Glasgow den Zahlen noch Vorschub geleistet hat. Jedenfalls sei die Resonanz in den sieben Jahren, in denen das Forstamt zu den Aktionen aufruft, noch nie so groß gewesen.

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