Was weiß man über Gesundheitsrisiken?
„Im Tierversuch wurden einige Einzelsubstanzen getestet, und je nach Substanz wurde bei den entsprechend hohen eingesetzten Dosierungen eine Reihe von schädlichen Wirkungen gefunden“, sagt Martin Göttlicher, Direktor des Instituts für Molekulare Toxikologie und Pharmakologie am Helmholtz-Zentrum München. Als Beispiele nennt er Lebervergrößerung, Störungen des Fettstoffwechsels, abgeschwächte Immunreaktionen sowie einer Erhöhung des Krebsrisikos. Allein aus der Gegenwart einer Substanz in Umwelt und Körper folgten aber nicht zwangsläufig „bedeutende Gefahren für die eigene Gesundheit“ – zumindest im Vergleich zu anderen Risiken, so Göttlicher. Positiv zu werten sei auch, dass die Konzentrationen vieler PFAS im Blut von Menschen seit 1990 „je nach Substanz um zehn bis 30 Prozent zurückgegangen sind“, sagt Jan Hengstler, Toxikologe am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung der TU Dortmund. Zugleich weist er jedoch darauf hin, dass die Datenlage teilweise recht dürftig sei.