So wie Brigitte Fahnenschmidt stehen zurzeit etliche Einwohner von Goldlauter-Heidersbach fassungslos vor dem, was einmal gepflegte Wiesen und Gärten waren. Ihre Kleinode wurden regelrecht umgepflügt – ganz offensichtlich von Wildschweinen. Und das trotz des 1,80 Meter hohen Wildzaunes, den sie und ihr Mann um ihr Grundstück gezogen haben, nachdem schon Rehe reichlich Unheil im Garten angerichtet hatten. Nun gleicht das Grundstück, das die Fahnenschmidts hegen und pflegen, auch um den Suhler Tierpark mit Grünfutter versorgen zu können, einer Mondlandschaft. Der letzte Schnitt war gerade erledigt. „Offensichtlich haben die Wildschweine doch eine Möglichkeit gefunden, unter dem Zaun hindurchzukriechen“, ist Brigitte Fahnenschmidt entsetzt. Dass die Wildschweine den Rasen umgepflügt haben auf der Suche nach Engerlingen und anderem schmackhaften Getier, ist nur ein Ärgernis. Dass sie aber auch die Äste an den Apfelbäumen herunterreißen und sich über die noch unreifen Früchte, die in diesem Jahr ohnehin nicht so üppig wachsen, hermachen, ist ein weiteres.