Umfrage Muss die Regierung beim Sprit eingreifen?

Spritpreise schießen auch in Südthüringen über die Zwei‑Euro‑Marke – und an den Tankstellen wächst der Frust. Muss der Staat nun handeln? Stimmen Sie ab!

Symbolfoto: Beim Blick auf die Spritpreise wird es manchem Autofahrer aktuell schwindelig. Foto: IMAGO/Panama Pictures

Die Spritpreise steigen und an den Tankstellen in Ostdeutschland bekommen die Beschäftigten den Ärger der Kundschaft direkt ab. Darauf weist der Verband des Garagen- und Tankstellengewerbes Nord-Ost hin, der für Berlin, Brandenburg, Mecklenburg‑Vorpommern, Sachsen, Sachsen‑Anhalt und Thüringen zuständig ist.

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Laut Verband landen die Beschwerden über teuren Sprit vor allem bei denen, die am wenigsten dafür können: den Kassierern. Die Preisvorgaben kämen automatisiert von den Mineralölkonzernen, heißt es aus dem Verband.

In Südthüringen zeigt sich die Lage auch sehr deutlich. Am Dienstagmorgen lagen die Preise für Super (E5) vielerorts mindestens kurzzeitig über der Zwei‑Euro‑Marke – etwa in Suhl, Sonneberg, Schmalkalden oder Ilmenau. Selbst vergleichsweise günstige Stationen wie in Hildburghausen meldeten noch gut zwei Euro pro Liter. Nur vereinzelt gab es Ausreißer nach unten, etwa in Schwallungen. Die Preise variierten im Verlauf des Tages teilweise im Bereich zwischen 1,90 und zwei Euro. Der übliche Preisrückgang von Montag auf Dienstag blieb diesmal aus.

Der Grund dafür liegt laut Branchenexperten im Iran‑Konflikt, der die Ölpreise seit Ende Februar spürbar nach oben treibt. Ein Barrel verteuerte sich innerhalb weniger Tage von rund 72 auf etwa 80 Dollar. Erst zum Ende der Woche entspannten sich die Preise allmählich, blieben aber auf einem hohen Gesamtniveau hängen.

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Wann tanke ich am besten?

Solange unklar ist, wie lange die Lage am Golf angespannt bleibt, rechnen Fachleute mit keiner schnellen Entlastung. Schon jetzt erinnern die Preise an die Spitzenwerte zu Beginn des Ukraine‑Kriegs 2022, als Super E5 zeitweise bei rund 2,30 Euro lag.

In Regionen mit geringerer Kaufkraft macht sich der Preisschub besonders bemerkbar. Laut Verband tanken manche Menschen nur noch für wenige Euro, um notwendige Wege zu schaffen. Andere steigen – wenn möglich – auf Bus und Bahn um. Auch Tanktourismus nach Polen und Tschechien könnte wieder zunehmen, sollte der Trend anhalten.

Wie stark die Preise im Tagesverlauf schwanken, zeigt ein Blick auf die Region: Bis zu sieben Cent Unterschied pro Liter sind normal. Wer sparen will, sollte die teure Phase am frühen Morgen meiden und Preise per App vergleichen.