Da war so viel Schwung, so viel Elan und mittendrin der Gedanke, mit einem Gewerbeverein an eine alte Tradition anzuknüpfen und etwas nach vorn zu bringen in der Stadt. Das war im Jahr 2000. Stefan Kirchner wurde zum ersten Vorsitzenden des jungen Vereins mit damals 27 Mitgliedern gewählt. Viele Ideen reiften und präsentierten sich schließlich als viel beachtete Veranstaltungen. Nun das Aus. Wenn Michael Schlütter darüber spricht, schwingt auch Bitterkeit mit. Schließlich ist mit vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit etliches auf die Beine gestellt worden, was der Stadt gut zu Gesicht gestanden hat. „Wir hatten Höhen und Tiefen und immer den Willen etwas für die Einwohner, für die Gewerbetreibenden und für die Stadt zu tun“, so Michael Schlütter, der einer der Aktiven war. Ab der Gründung war er stellvertretender Vereinsvorsitzender, von 2004 bis 2011 Vorsitzender, später arbeitete er als Beisitzer und Pressewart. Nun den Verein sang- und klanglos in der Versenkung verschwinden zu lassen, widerstrebt ihm. Dafür ist zu viel geleistet worden. Zum Beispiel bei der Ausrichtung des Nikolausmarktes, der damals noch in Mehlis stattgefunden hatte. „Wir sind gleich nach der Vereinsgründung in die Organisation mit einbezogen worden. Das blieb auch so, als dieses weihnachtliche Event auf dem Zellaer Markt stattfand – bis 2012.“ Dann aber sei von Bürgermeister Richard Rossel und dem Stadtrat beschlossen worden, dass der Nikolausmarkt auf dem neuen Rathausvorplatz Aufstellung nehmen soll. Die Ausrichtung übernahm die Stadt Zella-Mehlis von da an selbst. „Auch wenn der Nikolausmarkt ein Zuschussgeschäft war, haben wir das sehr bedauert“, so Michael Schlütter.