Auch nach den Pariser Beratungen blieb unklar, was die USA konkret zur Wahrung eines Friedens in der Ukraine beisteuern wollen. Zuvor hatte es von einem hochrangigen US-Beamten geheißen, dass kein Einsatz von US-Bodentruppen geplant sei. US-Präsident Donald Trump hatte vor Monaten noch versprochen, dass es keinen Einsatz von US-Truppen in der Ukraine geben werde. Die Vereinigten Staaten seien aber bereit, die verbündeten Europäer zu unterstützen – etwa aus der Luft.
Der US-Sondergesandte Steve Wittkoff sagte nach dem Treffen nur, Trump wolle für die von der US-Seite in Aussicht gestellten Sicherheitsgarantien einstehen. "Der Präsident weicht nicht von seinen Zusagen ab", sagte Wittkoff. Trump setze sich "entschieden" für die Ukraine und ein Friedensabkommen ein. Witkoff zeigte sich zuversichtlich, dass die USA im Falle neuer Angriffe Russlands die Sicherheitsgarantien leisten würden.
Außerdem ist weiterhin offen, welche Länder sich konkret mit wie vielen Soldaten und Militärgerät an der in Paris nun vereinbarten Friedenstruppe beteiligen wollen.
Wie blickt Moskau auf die "Koalition der Willigen"?
Russland lehnt eine mögliche Präsenz ausländischer Truppen in der Ukraine - zumal aus Nato-Staaten - strikt ab. Solche Einheiten seien für die russische Armee ein legitimes Angriffsziel, heißt es.
Aus Moskauer Sicht ist die "Koalition der Willigen" ein europäisches Projekt und wird deshalb abgelehnt. Kremlchef Wladimir Putin und seine Führung setzen darauf, Konfliktfragen bilateral mit Trump zu lösen. Den europäischen Staaten wirft der Kreml vor, sie wollten den Krieg verlängern und seien Russland feindlich gesonnen - auch wenn dieses sie gar nicht angreifen wolle.