Er wolle aber nicht über sich reden, winkt der Mediziner ab, sondern seine Landsleute unterstützen. Ehemalige Kommilitonen berichten über verschiedene Kanäle, dass vor allem in den Krankenhäusern die medizinische Versorgung der Menschen gefährdet ist. Es fehle an Verbandsmaterial, Binden und Kompressen, an Pflaster, Handschuhen, Desinfektionsmitteln, an Medikamenten, aber auch an Hilfsmitteln und Instrumenten wie Kathedern. Gemeinsam mit dem Sanitätshaus Seeber in Schmalkalden haben Alexander Pustovoyt und seine Schwester Natalliia Mazurenko, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Steinbach-Hallenberg, eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Wie bei einem Ameisenvolk kommen Menschen aus allen Richtungen zusammen und wollen etwas tun, darunter Kollegen aus Arztpraxen und aus dem Elisabeth Klinikum, Apotheker, Freunde, Fremde. Der gebürtige Ukrainer, beruflich sehr eingespannt, ist dankbar, dass bei Seebers alle Fäden zusammenlaufen. Spenden können im Sanitätshaus in Schmalkalden, Lutherplatz 10, und in den Geschäftsstellen Meiningen und Gotha abgegeben oder als Sachspende käuflich erworben werden. Die Güter, versichert Pustovoyt, kommen dort an, wo sie benötigt werden. Es gebe viele Transporte in die Ukraine, die von von großen Hilfsorganisationen organisiert werden, zum Beispiel in Erfurt. Die Waren werden entweder an die Grenze gebracht und dort abgegeben oder in Sammellager geliefert, von wo aus sie verteilt werden.