Ukraine-Flüchtlinge Landkreis Hildburghausen richtet Erstaufnahmestelle ein

Rolf Dieter Lorenz

Nach aktuellem Stand sind im Landkreis Hildburghausen derzeit 146 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gemeldet und registriert. Für künftig ankommende Kriegsflüchtlinge nimmt das Landratsamt heute eine Erstaufnahmestelle in der ehemaligen Jugendherberge im Masserberger Ortsteil Schnett in Betrieb.

Ab sofort Erstaufnahmestelle für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine: Die ehemaligen und im Dezember 2021 geschlossenen Jugendherberge im Masserberger Ortsteil Schnett. Foto: Gemeinde Masserberg

Hildburghausen - Das teilte Landkreissprecher Tim Pechauf auf Anfrage unserer Redaktion mit. Das Landratsamt schätzt die Zahl der Flüchtlinge jedoch höher ein, da sich noch nicht alle Ukrainer im Migrationsamt des Landkreise gemeldet haben und registriert worden sind. Flüchtlinge sind bisher bei Freunden und Bekannten, in Privat- und Ferienwohnungen sowie in leer stehenden, kommunalen Wohnen in Gemeinden und Städten des Landkreises untergebracht.

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Für künftig ankommende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nimmt das Landratsamt heute in der ehemaligen Jugendherberge im Masserberger Ortsteil Schnett eine Erstaufnahmestelle in Betrieb. Dort sollen die Flüchtlinge die ersten drei bis vier Tage nach ihrer Ankunft untergebracht, verpflegt und registriert werden sowie nach den Fluchtstrapazen zur Ruhe kommen. Erst danach sollen sie auf Gemeinden und Städte im Landkreis verteilt werden. Das Landratsamt hat inzwischen über 40 Wohnungen und Unterkünfte gemeldet bekommen.

Um 13 Uhr findet in der Jugendherberge in Schnett eine Pressekonferenz statt, bei der über die Details der Erstaufnahme sowie der Unterbringung der Flüchtlinge informiert werden soll. An der Veranstaltung nehmen Landrat Thomas Müller, die Leiterin des Migrationsamtes der Kreisverwaltung, Kerstin Rottenbach, sowie Masserbergs Bürgermeister Denis Wagner teil.

Die Gemeinde Masserberg und viele freiwillige Helfer haben die Jugendherberge in den vergangenen Tagen für die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet und funktionstüchtig gemacht worden. Der Landkreis hat Bettwäsche, Kissen und Decken sowie weitere Kühlschränke zur Verfügung gestellt. Auf einen Spendenaufruf der Gemeinde hatte es eine große Hilfsbereitschaft und Resonanz gegeben. Es werden weitere Spenden benötigt: vor allem Hygieneartikel, Windeln, Zahncreme, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Süßigkeiten und Snack für die Kinder. Die Verpflegung für Frühstück, Mittagessen und Abendbrot liefert die Regiomed-Rehaklinik in Masserberg.