Turnen, Landesliga Turnerinnen in Gera erneut stark

Siggi Weibrecht
Larissa Bernhardt, Greta Mühlhans, Lea Krauß, Annie Vollstädt, Hannah Schmidt und Jule Schmidt (von links) präsentieren sich nach dem Wettkampf im Freien, da in der Geraer Halle tropische Temperaturen herrschten. Foto:  

Gute Leistungen zeigen die Meininger Turnerinnen beim jüngsten Wettkampf der Landesliga in Gera. Am Ende steht erneut ein toller zweiter Platz.

Unmittelbar nach dem Wettkampf der 2. Landesliga waren Trainer und Turnerinnen des TSV zunächst nicht ganz so glücklich, waren die Wertungen an allen Geräten doch schwächer ausgefallen als im Vorwettkampf in Jena. Die Stimmung sollte sich aber schnell aufhellen, als das Ergebnis verkündet wurde. Die Meiningerinnen hatten erneut einen hervorragenden zweiten Platz belegt und dies nur mit 0,75 Punkten hinter der Siegerriege aus Sondershausen und deutlich vor den Erfurter Turnerinnen vom MTV.

Die Ursache für den Punkteverlust war schnell gefunden. Die Kampfrichterinnen hatten sich über einen strengeren Wertungsmodus verständigt. Hinzu kam, dass in der Geraer Halle fast tropische Temperaturen herrschten. Dabei hätten die Meiningerinnen sogar einen Sieg einfahren können, wäre Lea Krauß am Stufenbarren nicht ein Missgeschick passiert. Sie konnte ihr Flugelement nicht halten und musste das Gerät verlassen. Dies war umso bedauerlicher, da Lea Krauß das Element in Training und Wettkampf zuletzt sehr sicher geturnt hatte. Am Ende war es aber kurios: der Stufenbarren war diesmal zwar das schlechteste der vier Geräte der Meiningerinnen, aber im Vergleich mit den anderen Teams erzielten die TSV-Turnerinnen das beste Stufenbarren-Ergebnis des Nachmittags. Da war dann auch Trainer Siggi Weibrecht versöhnt. Ein weiteres Sieg-Gerät war der Boden. Dies ist um so erstaunlicher, können die Turnerinnen aus der Theaterstadt doch seit Wochen aufgrund ihres Ausweichquartiers in der Drachenberghalle nicht auf einer richtigen Bodenfläche trainieren. Hier wartete einmal mehr Greta Mühlhans mit einer perfekten Akrobatik und Lea Krauß mit einer ausgewogenen und ausdrucksstarken Übung auf. Aber auch die Youngster Larissa Bernhardt und Annie Vollstädt überzeugten. Annie Vollstädt um so mehr, hatten sie doch mit einem Bänderproblem im Fuß zu kämpfen.

Greta Mühlhans begann für ihr Team am Balken und ihre Wertung rief insbesondere bei Trainerin Ina Artus zunächst Unverständnis hervor. Nach durchgeturnter Übung, die alle geforderten Schwierigkeiten enthielt, erhielt sie eine Wertung deutlich unter ihren Bestwerten. Nach Verständigung mit dem Kampfgericht stellte sich heraus, dass die Balkenkampfrichterinnen streng nach internationalen Kriterien werteten.

Greta glänzt beim Sprung

Ähnlich hart traf es auch die anderen Turnerinnen. Am Sprung zeigten die Mädchen vom TSV eine solide Leistung. Beste Meiningerin an diesem Gerät war diesmal erneut Greta Mühlhans. Sie musste sich in der Gerät-Einzelwertung nur der Sondershäuser Turnerin Jördis Ritsch geschlagen geben, die Trainingserfahrung aus den USA und vom renommierten Turnclub in Halle aufweisen kann. Am Sprung kamen auch die Nachwuchsturnerinnen Jule Schmidt und Hannah Schmidt zum Einsatz, die sich beide mit einer 12er-Wertung gut schlugen, aber verstärkt an ihrem Anlauf und Absprung arbeiten müssen.

Mit dem 2. Platz bei diesem Liga-Wettkampf haben die TSV-Turnerinnen auch den 2. Platz in der Gesamtwertung der diesjährigen Liga-Serie manifestiert. Bei ähnlicher Leistung oder gar einer möglichen Steigerung dürfte ihnen dieser 2. Platz beim ausstehenden finalen Wettkampf in Jena nicht zu nehmen sein.

 

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