TU Ilmenau Kooperation mit Pakistan ausgebaut

Die Technische Universität Ilmenau will ihre Zusammenarbeit mit der National University of Sciences and Technology in Pakistan ausbauen. Dazu wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet und ein virtuelles Mikrowellentechnik-Labor eingeweiht.

Professor Osman Hasan, Pro-Rector Academics an der National University of Sciences and Technology, und Professor Matthias Hein, Leiter des Fachgebiets Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik an der TU Ilmenau, bei der feierlichen Unterzeichnung der Zusammenarbeitserklärung beider Universitäten. Foto: TU Ilmenau

Die Technische Universität Ilmenau und ihre pakistanische Partneruniversität, die National University of Sciences and Technology, haben dieser Tage ein Absichtserklärung unterzeichnet, wonach beide Seiten die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre verstärken wollen. Als Ilmenauer Vertreter in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gereist war Professor Matthias Hein, Leiter des Fachgebiets Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik an der TU Ilmenau. Bei seinem Besuch wurde auch ein virtuelles Mikrowellentechnik-Labor eingeweiht, das mit Unterstützung der TU Ilmenau entstand.

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Die National University of Sciences and Technology (NUST) ist eine öffentliche technische Forschungsuniversität mit Hauptcampus in Islamabad und Dependancen in vier weiteren Städten. Sie gehört zu den renommiertesten Universitäten des Landes und reiht sich unter den Top-350-Universitäten der Welt ein.

Bisher 20 Masterabschlüsse

Die Kooperation der Technischen Universität Ilmenau mit der NUST reicht in das Jahr 2014 zurück. Seitdem haben bereits 20 Studierende der NUST an der TU Ilmenau ihren Masterabschluss erlangt. Einige von ihnen haben erfolgreich in Ilmenau promoviert und anschließend Anstellungen in Unternehmen übernommen. Bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung sprachen sich beide Seiten dafür aus, die zunächst fachlich auf die Mikrowellentechnik fokussierte Zusammenarbeit universitätsweit auszubauen und bilateral zu intensivieren.

Mit der Einweihung eines virtuellen Mikrowellentechnik-Labors am Hauptstandort der NUST haben beide Universitäten ihre Kooperation nach eigenen Angaben nun auf eine neue Stufe gehoben. Das Fachgebiet Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik der TU Ilmenau unterstützte die Einrichtung des neuen Labors, für das die NUST eigens einen Raum neu eingerichtet hat, mit moderner Messtechnik für den Einsatz in Forschung und Lehre. Mit dieser Einrichtung wollen die auf beiden Seiten beteiligten Fachgebietsleiter und ihre wissenschaftlichen Teams nun gemeinsame Forschungsanträge ausarbeiten und Publikationen erarbeiten.

Virtuelle Forschungsarbeit

Das Labor ist mit moderner Kommunikationstechnik ausgestattet, die es ermöglicht, Forscher beider Universitäten durch Videokonferenzen virtuell miteinander zu verbinden. Auf diese Weise können gemeinsame Forschungsprojekte bearbeitet und die Kontakte kontinuierlich gepflegt werden.

Matthias Hein hat den Aufbau initiiert und in der Umsetzung maßgeblich mitgestaltet: „Dieses Labor bringt die TU Ilmenau ans NUST. Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und für alle künftigen Ilmenauer Forscher vor Ort ein Stück ,Zuhause‘“.

Die Kooperation mit der NUST fügt sich ein in die Internationalisierungsstrategie der TU Ilmenau, die nach eigenen Angaben darauf abzielt, erfolgreiche Kooperationen mit exzellenten Universitäten weltweit auf- und auszubauen und damit die wissenschaftliche Sichtbarkeit und Attraktivität der TU Ilmenau weiter zu erhöhen.