Kohlenhydrate, Kohlenhydrate, Kohlenhydrate
Die Athleten sind weg vom Training des Fettstoffwechsels hin zu einer verbesserten Aufnahme und Verarbeitung von Kohlenhydraten. Früher lagen die Werte bei 60 bis 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde. Mittlerweile können 150 Gramm und mehr in der Stunde verdaut und in Energie umgewandelt werden. Bei einer Rennzeit von 7:30 Stunden wären das mehr als ein Kilogramm.
Möglich macht das die Entwicklung von hochkonzentrierten Kohlenhydratprodukten wie Hydrogelen durch ein bestimmtes Glukose/Fructose-Verhältnis. Sie liefern dem Körper mehr Zucker (Kohlenhydrate) und damit mehr Energie, ohne den Magen-Darm-Trakt zu belasten.
"Es ist Wahnsinn, was da abgeht. Man merkt es überall, an allen Leistungen", sagt Frodeno. "Ich sehe es selbst jetzt beim Hobbysport, wenn ich so einen Ultramarathon laufe oder auf dem Rad unterwegs bin, das macht einfach einen Unterschied wie Tag und Nacht."
Für diese Entwicklung steht unter anderem Blummenfelt. Der 32-Jährige ist derzeit das Maß beim Ausdauer-Dreikampf. Am Sonntag kommt es zum Gipfeltreffen zwischen dem Olympiasieger und dem französischen Vorjahressieger Sam Laidlow, dem dreimaligen Ironman-Weltmeister Patrick Lange und dem Vorjahreszweiten Jonas Schomburg. Kurzfristig meldete auch noch der dreimalige Roth-Sieger Magnus Ditlev.
"Ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist, aber mit ihm wächst ein ohnehin außergewöhnlich starkes Männerfeld noch einmal", sagte Renndirektor Felix Walchshöfer. "Unsere Fans dürfen sich auf eines der spannendsten Profirennen freuen, das wir in Roth je erlebt haben."
2023 hatte Ditlev bei seinem zweiten Sieg die damalige Weltbestzeit von 7:24:40 Stunden aufgestellt - und Frodenos Rekord von 2016 um fast elf Minuten unterboten. Erster Gratulant im Ziel: Jan Frodeno. Ein Jahr später war Ditlev in 7:23:24 Stunden noch einmal schneller.