Tragische Verkehrsunfälle Zwei Tote bei Unfällen auf Rhöner Straßen

Zwei schlimme Unfälle ereigneten sich am Freitag auf Rhöner Straßen bei Hilders. Foto: picture alliance/dpa/Stefan Puchner

Gleich zwei tödliche Verkehrsunfälle gab es am Freitag in der osthessischen Rhön.

Auf der Landstraße 3174 zwischen Hofbieber-Schwarzbach und Nüsttal-Gotthards starb gegen Mittag ein 75-jähriger. Um 14.55 Uhr verlor ein bislang unbekannter Radfahrer auf der Bundesstraße 278 zwischen Ehrenberg-Wüstensachsen und Gersfeld-Obernhausen sein Leben bei einem Verkehrsunfall.

Laut Polizei kam es am Freitag gegen 12.30 Uhr zunächst auf der L 3174 zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 75-jähriger Fahrer aus Hofbieber fuhr mit seinem Pkw Dacia auf einem Wirtschaftsweg und wollte die Landstraße in Richtung Nüsttal-Gotthards überqueren. Nach derzeitigem Sachstand übersah der wartepflichtige Dacia-Fahrer beim Überqueren der Landstraße einen bevorrechtigten 29-jährigen Fahrer aus Tann (Rhön), der mit seinem VW- Kleinbus in Richtung Fulda unterwegs war und stieß mit diesem zusammen.

Durch die Wucht des Anpralls überschlugen sich beide Fahrzeuge. Dann kam der Dacia auf dem Dach und der VW Kleinbus auf der Seite auf einem angrenzenden Feldweg zum Stillstand. Der Dacia-Fahrer wurde in seinem Auto eingeklemmt. Mittels einer sogenannten Crash-Rettung wurde der Fahrer von der Feuerwehr Hofbieber aus dem Fahrzeugwrack geborgen. Trotz sofortiger ärztlicher Versorgung verstarb er noch an der Unfallstelle.

Der Fahrer des VW Kleinbusses sowie seine fünf Mitfahrer (zwischen 25 und 47 Jahren aus Tann) wurden durch den Unfall leicht verletzt, konnten das Fahrzeug aber selbstständig verlassen und wurden an der Unfallstelle ärztlich versorgt.

Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 60 000 Euro geschätzt. An der Unfallstelle waren sechs Rettungswagen und drei Notärzte sowie die Feuerwehr Hofbieber mit insgesamt 26 Einsatzkräften eingesetzt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Fulda wurde ein Gutachter mit der Unfallrekonstruktion beauftragt. Die Ermittlungen dauern an.

Am Freitag um 14.55 Uhr ereignete sich dann auf der Bundesstraße 278 zwischen Ehrenberg-Wüstensachsen und Gersfeld-Obernhausen ein weiterer tödlicher Verkehrsunfall. Eine 63-jährige Fahrerin aus Bad Homburg v.d. Höhe befuhr mit ihrem Pkw Hyundai i20 die Bundesstraße 278 aus Ehrenberg-Wüstensachsen kommend in Richtung Gersfeld-Obernhausen. Zu Beginn eines Waldstücks übersah die Pkw-Fahrerin, laut Polizei vermutlich aufgrund der tiefstehenden Sonne, einen am rechten Fahrbahnrand fahrenden Fahrradfahrer und fuhr auf diesen auf. Durch den Anprall wurde der Radfahrer zunächst auf den Pkw geschleudert und blieb dann im Straßengraben liegen. Der Mann wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen erlag. Die Identität des Fahrradfahrers konnte bislang noch nicht geklärt werden. Die Unfallverursacherin und ihre beiden Mitfahrer blieben unverletzt.

Die Staatsanwaltschaft Fulda hat einen Gutachter mit der Unfallrekonstruktion beauftragt. Die Ermittlungen dauern auch hier an. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 5500 Euro geschätzt. Wer Hinweise zu dem Unfall geben kann, kann sich an die Polizeistation Hilders unter der Telefonnummer (0 66 81) 9 61 20 wenden.

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