Traditionsfeuer Hutzelsonntag mit Corona-Auflagen

Die Bezeichnung „Hutzelfeuer“ gibt es nur in der Rhön. Während 2020 noch die Einwohner im Geisaer Land ihr Hutzelfeuer aus der Nähe betrachteten, dürfen sie es in diesem Jahr nur aus der Ferne anschauen. Foto: Werner Ziesch

Die alte langjährige Tradition der Hutzelfeuer soll auch in diesem Jahr im Geisaer Amt durchgeführt werden, allerdings diesmal ohne Publikumsverkehr. Darüber informiert die Geisaer Stadtverwaltung.

Geisa - Die Hutzelfeuer gehören zu den Fastnachts- beziehungsweise Frühlingsfeuern, die in verschiedenen Gegenden Mittel- und Südwestdeutschlands zu Beginn der Fastenzeit angezündet werden. Die Sitte geht auf heidnische Bräuche zurück und wird in der Rhön schon seit 250 Jahren begangen. Die Feuer führen je nach Gegend verschiedene Namen. Die Bezeichnung „Hutzelfeuer“ findet man nur in der Rhön. Der Name „Hutzel“ stammt von gedörrten Obststücken, den „Huitzeln“. Dieses Dörrobst sowie Eier und Wurst erhielten früher die Jugendlichen, die das Brennmaterial gesammelt und die Haufen aufgestapelt hatten, für ihre Arbeit. Nach altem Volksglauben soll die Verbrennung, die für Licht und Hoffnung steht, den Winter vertreiben. „Ich denke, ein hoffnungsvolles Zeichen ist gerade in diesen Zeiten wichtig“, sagte Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel (CDU). Das Anzünden der Feuer soll nach Absprache mit den einzelnen Orten wie gewohnt am ersten Fastensonntag, der in diesem Jahr auf den 21. Februar fällt, stattfinden. „Auf Grund der Corona-Vorschriften muss in diesem Jahr leider auf Zuschauer verzichtet werden, da es zu keiner Menschenansammlung kommen darf“, betonte Manuela Henkel.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Bernadett Hosenfeld, Johannes Ritz, Antonius Schütz und Manuela Henkel bitten alle Bürgerinnen und Bürger darum, sich an die geltenden Vorschriften zu halten, damit auch im nächsten Jahr wieder wie gewohnt Hutzelfeuer stattfinden können.

 
 

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