Ob die „Baumänner“ aus Mengersgereuth, die Blasmusiker aus Mupperg und anderen Orten, zwischen Planpärchen und Musik muss nicht weiter abgesprochen werden, die Ständela sind da ein Selbstläufer – wenn auch etwas anstrengend. Immerhin sind Musik und Planleute über mehrere Stunden am Stück unterwegs, bevor es dann weiter zu den Abendveranstaltungen geht und am Sonntagmorgen weiter. Durchhaltevermögen ist gefragt, bei der Kerwa im Speziellen am Wochenende und bei der Kerwa-Tradition im Allgemeinen. Tradition ist auch so etwas wie Verpflichtung und angesichts einer berühmten Tanzlinde, auf der auch schon Herzöge ein Tänzchen mit der Effelder Jugend wagten, kann man in Effelder auch nicht anders. Gemeinsam mit einigen wenigen Orten im Landkreis halten sie die Plantanztradition am Leben – oder verschaffen ihr immer wieder neue Impulse. Keine Frage, in und um den Frankenblick-Ortsteil kann von sterbenden Traditionen nicht gesprochen werden, denn der Nachwuchs steht bereits am Start – oder in den Tanzschuhen. Zur Kinner-Kerwa am Sonntagnachmittag zeigten die Steppkes, was sie so alles können und draufhaben. Kerwa ist eben eine Sache aller Generationen. Und wenn dann die Musik eine andere Melodie spielt, als die eingeübte? Kein Problem, die Knirpse können improvisieren.