Tourismusverein Coburg-Rennsteig wirbt um Touristen

  Foto: Felicitas Wilke/dpa

Der Tourismus hat unter Corona erheblich gelitten. Die Tourismusregion Rennsteig-Coburg will mit einem neuen Katalog soll deshalb das Gruppenreisegeschäft ankurbeln.

Sonneberg - Die Sitzung des Regionalen Tourismusausschusses der Tourismusregion Coburg-Rennsteig am 12. Oktober im Landhotel Steiner in Großheirath hatte neben aktuellen Themen auch einige Personalangelegenheiten auf der Tagesordnung.

Einstimmig wählten die Mitglieder des Regionalen Tourismusausschusses Lutz Lange (Landkreis Sonneberg) zum Vorsitzenden und Björn Cukrowski (Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg) zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Regionalen Tourismusausschusses für die kommenden drei Jahre.

Das Gremium bedankte sich für die erfolgreiche und engagierte Arbeit der beiden Vorsitzenden und sprach sich für die Fortsetzung der Zusammenarbeit aus. Aufgrund der Corona-Pandemie steht die Tourismusbranche vor großen Bewährungsproben, die mit allen Vereinsmitgliedern und einem eingespielten Team aus Geschäftsstelle und Tourismusausschuss bewältigt werden sollen.

Verabschiedet aus dem Gremium hingegen wurde Barbara Glauben, welche seit der Vereinsgründung Teil dessen war. Als Vertreterin für die Beherbergung und Gastronomie in der Stadt Coburg, setzte sie sich mit großer Leidenschaft für deren Interessen ein, war aber auch immer eine große Verfechterin des „grenzenlos fränkischen“ Gedankens der gemeinsam mit den Landkreisen Coburg und Sonneberg geschaffenen Urlaubsregion.

„Wir danken Barbara Glauben für ihr großes Engagement im Tourismusausschuss und werden ihre enorme fachliche Expertise zukünftig sehr missen“, so der Stellvertretende Ausschussvorsitzende, Björn Cukrowski. Trotz ihres Ausscheidens aus dem Tourismusausschuss bleibt Barbara Glauben dem Tourismusverein als Mitglied jedoch weiterhin treu.

Beraten wurde im Anschluss über den gemeinsamen Wirtschafts- und Marketingplan 2022. Noch immer leidet die Tourismusbranche an den Folgen der Corona-Pandemie: Die Gäste- und Übernachtungszahlen sind noch weit entfernt davon, das Jahr 2019 – für Coburg-Rennsteig ein Rekordjahr – annähernd zu erreichen. Damit die Zahlen 2022 hoffentlich wieder steigen werden, wurde im Marketingplan ein Maßnahmenpaket auf Basis des Wirtschaftsplans geschnürt, der wieder rund 500 000 Euro Budget vorgibt.

Einstimmig stimmten die Mitglieder des Regionalen Tourismusausschuss dafür, den vorgestellten Wirtschafts- und Marketingplan dem Vorstand und der Mitgliederversammlung zu empfehlen. Vorgestellt und beschlossen wird der Plan in der jährlichen Mitgliederversammlung, die am 16. November stattfinden wird.

Nach dem Blick in die Zukunft durften auch die aktuellen Aktivitäten nicht fehlen. So beschlossen die Ausschussmitglieder einstimmig das Konzept für einen sogenannten „Sales Guide“, eine Art Katalog für Reiseveranstalter. Ziel ist es, das nach Corona immer noch schleppende Gruppenreise-Geschäft in der Region wieder in Gang zu bringen.

So werden alle Hotels und Gaststätten mit Kapazitäten für Gruppen vorgestellt, ebenso wie Tagungsmöglichkeiten. Für die Gestaltung eines ansprechenden Rahmenprogramms finden (Bus-)Reiseveranstalter auch alle Freizeitangebote sowie Höhepunkt-Veranstaltungen.

Der Verein Tourismusregion Coburg-Rennsteig ist seit 2015 eine länderübergreifende Kooperation, die sich aus Vereinsmitgliedern aus den Landkreisen Coburg (Bayern) und Sonneberg (Thüringen), der Stadt Coburg (Bayern) sowie Kommunen aus dem Landkreis Hildburghausen (Thüringen) zusammensetzt. Die Tourismusregion schlägt somit eine Brücke zwischen Nord-Bayern (Oberfranken) und Süd-Thüringen (Henneberg-Franken). Gemeinsam soll der Tourismus durch eine enge Verzahnung der einzelnen Angebote aller Mitglieder gefördert und ausgebaut werden.

Gelegen zwischen Deutschlands beliebtem Höhenwanderweg, dem Rennsteig, und der ehemaligen Residenzstadt Coburg, bietet die Urlaubsregion Coburg-Rennsteig neben wunderschöner Natur vor allem auch kulturelle Höhepunkte. Die vielfältigen touristischen Angebote erstrecken sich von Aktiv-Natur über Kultur und Geschichte bis hin zu Gesundheit und Wellness. Zu den Besonderheiten der Region zählen vor allem die jahrhundertealten Traditionen im Spielzeug- und Glashandwerk.

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