Das Verfahren ist vorbei, es hat lange gedauert, für manche sehr wahrscheinlich quälend lange. Einen erleichterten Eindruck macht niemand. Nirgends im Gerichtssaal am Landgericht Meiningen. Nicht vorne, bei denen, die entscheiden mussten. Nicht auf der einen Seite, wo die Staatsanwältin sitzt, wo die Plätze der Schwester und des Bruders des beschuldigten Mannes und der Nebenklagevertreterinnen sind. Nicht auf der anderen Seite, beim Beschuldigten und seinem Verteidiger. Nicht hinten, wo die Familie der toten Frau, die Angehörigen, ihr nahestehende Leute seit Wochen verfolgen, ob sich der gewaltsame Tod einer 75-Jährigen aufklären lässt. Ob es Antworten gibt. Wenigstens.
Tod einer Frau Als die liebende Mutter die Feindin wurde
Redaktion 28.05.2026 - 21:46 Uhr