Jedes Jahr sterben Tausende Rehkitze und andere Wildtiere auf den Wiesen durch Mähdrescher. Sie werden qualvoll zerhäckselt und verenden. An mehreren Orten engagieren sich Ehrenamtliche für die Tiere, auch in der Gemeinde Föritztal.
Die Drohne der Tierschützer ist defekt und sie bitten um Unterstützung für ihr Engagement.
Jedes Jahr sterben Tausende Rehkitze und andere Wildtiere auf den Wiesen durch Mähdrescher. Sie werden qualvoll zerhäckselt und verenden. An mehreren Orten engagieren sich Ehrenamtliche für die Tiere, auch in der Gemeinde Föritztal.
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„Viele Menschen wissen gar nicht, wie dramatisch die Situation während der Mähsaison tatsächlich ist. Ohne den Einsatz von Wärmebilddrohnen und Helfern fallen jedes Jahr zahlreiche Rehkitze den Mähwerken zum Opfer, denn die Natur empfindet eine Wiese nun einmal als perfekten Schutzort für Rehkitze in den ersten Lebenstagen und die Tiere drücken sich bei Gefahr instinktiv ins hohe Gras, anstatt wegzulaufen“, sagt Patrick Renneberg.
Er möchte betont wissen, dass sie dabei nicht die Landwirte verantwortlich machen, „denn wir wissen nur zu gut, dass kein Landwirt Interesse an unnötigem Tierleid hat“. Im Gegenteil: Nur durch die enge und gute Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und Helfern sei eine erfolgreiche Rehkitzrettung überhaupt möglich. Um bereits im Vorfeld, gefährdete Rehkitze zu orten, sind die sieben Ehrenamtler teilweise bereits ab 4 Uhr früh unterwegs. Eine Hilfe war ihnen bisher eine Drohne mit Wärmebildkamera, über die versteckte Tiere im Feld aufgespürt und damit auch rechtzeitig gerettet werden können.
Allerdings ist die Technik der Ehrenamtler mittlerweile defekt. „Beeindruckt hat uns in den letzten Tagen vor allem die enorme Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung“, sagt Renneberg. Über eine Onlineplattform sind binnen 24 Stunden etwa 3000 Euro zusammengekommen. Allerdings kostet ein effektives Gerät etwa im oberen vierstelligen Eurobereich. Wer die Kitzretter unterstützen möchte, kann dies über https://www.gofundme.com/f/notfall-hilfe-fur-die-kitzretter-foritztal mit einer Spende tun.
Der Aufruf ist erst vor wenigen Tagen eingestellt worden läuft noch. Die ehrenamtlichen Kitzretter werden durch Mitglieder der Kreisjägerschaft Sonneberg, von Wildlife Thüringen Bayern sowie durch Mitarbeiter der Agrargenossenschaften, weiteren Landwirten und Jagdpächtern unterstützt. Eine Vereinsgründung ist geplant. Wer sich ebenfalls engagieren möchte, kann sich an Patrick Renneberg unter E-Mail patrickrenneberg@gmx.de oder die Telefonnummer 0152-26327303 wenden.